DIEKIRCH
PIERRE MATGEN

Verregnete Militärparade in Diekirch - Auftakt der Feiern zum Nationalfeiertag

Um ihre Verbundenheit mit der Garnisonsstadt zu unterstreichen organisiert die Armee seit 1956 im Vorfeld des Nationalfeiertages eine Militärparade in Diekirch. Nachdem die Parade im vergangenen Jahr wegen der vielfältigen Auslandseinsätzen abgesagt worden war, hatten am Donnerstagmorgen die Truppen wieder auf der „Kluuster“ Aufstellung genommen.

Dauerregen

Unter Dauerreden fand vor dem Defilee eine offizielle Zeremonie statt. Nach dem Eintreffen der Staatssekretärin für Verteidigung Francine Closener schritt sie zusammen mit Armeekommandant General Romain Mancinelli die Truppen ab. Vor zahlreichen Ehrengästen sowie einigen Zuschauer zählte der Leiter des Instruktionszentrums, Colonel Yves Calmes, die verschiedenen Auslandseinsätze auf, an denen die Soldaten teilnahmen. Luxemburger Soldaten waren unter anderem in Afghanistan, Kosovo und Mali im Einsatz.

Rekrutierungsschwierigkeiten

Er unterstrich die Probleme bei der Rekrutierung, da besonders viele Kandidaten den Anforderungen der Grundausbildung nicht gewachsen sind. Weiter pochte er auf die Wichtigkeit der Wiedereingliederung der Freiwilligen in das normale Berufsleben nach ihrem Dienst in der Armee. Die neu geschaffene Armeeschule im Ettelbrücker LTE sollte diesen Schritt erleichtern. Schließlich begrüßte er die zahlreichen Investitionen, darunter der Bau eines Logistikzentrums, das ab Juli voll funktionsfähig sein wird.

Nachdem Francine Closener das gute Verhältnis zur Garnisonsstadt unterstrichen hatte, dankte sie den Soldaten für ihren Einsatz bei nationalen und internationalen Aufgaben. Schließlich kündigte sie an, dass man versuchen werde die Chancen der Kandidaten bei der Grundausbildung durch Vorbereitungskurse zu verbessern. Auch soll das Aufnahmeexamen den neuen Realitäten besser angepasst werden. Anschließend wurden eine Reihe Soldaten für besondere Leistungen und auch für ihre Dienstjahre ausgezeichnet. Nach dem Abspielen der Nationalhymne durch die Militärmusik fand die eigentliche Parade der Streitkräfte statt. Aufgefallen sind dabei vor allem die Fahnenträger und die modernen Dingo-Spähwagen.