LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

„N(o)us“ von Massimo Beni im „Konschthaus Beim Engel“

Die Nacktheit als Uniform, die wir alle tragen. Mit diesem Satz lässt sich die aktuelle Ausstellung „N(o)us“ von Massimo Beni im „Konschthaus Beim Engel“ in Luxemburg zumindest oberflächlich resümieren.

Der Künstler, der sich in der Vergangenheit durchaus durch quasi die komplette Farbpalette gearbeitet hat, übt sich bei seiner aktuellen Bilderserie in farblicher Contenace. Schwarz- und Grautöne dominieren, kräftige Grünbalken als Bausteine der geometrisch-aufgebauten Figuren sind nur auf einigen wenigen Bildern anzutreffen.

Die skizzenhaften Figuren in Benis Werken nehmen Posen ein, wie man sie von Fotografien zu Beginn des 19. Jahrhunderts kennt.

Intensives Arbeiten während eines Jahres

Erste Vorbereitungen für die aktuelle Serie traf der Künstler bereits im Ende 2010; ein Jahr lang stand ihm ein Modell einmal wöchentlich zwei- bis drei Stunden zur Verfügung, während denen Massimo Reni Skizzen zeichnete. Auf Basis der Skizzen fertigte Beni seine Bilder an. Seine symbolschweren Tableaus tragen eher schlichte Namen wie „Nu, satyre et fontaine“ oder „Nu, satyre et tête d‘homme“.

Die Titel der Bilder sind deskriptiv und lassen ausreichend Raum für die individuellen Interpretationen der Betrachter.

Beni hat seine Hausaufgaben im Fach „Mythologie“ gemacht, platziert behutsam den einen oder anderen Verweis auf die griechische Mythologie in seinen Akryl- und Ölwerken, ohne sie mit mythologischen Bezügen zu überfrachten. Als „Wiederholungstäter“ erscheint in seinen Werken die kleinwüchsige Figur des Waldgeistes , der auf einigen seiner Gemälden stets hinter den Hauptfiguren hervorlugt, „der kleine Missetäter, der andere anstiftet“, kommentiert Beni die Rolle dieser Figur.

Des stets wiederkehrenden, brennenden Turms bedient sich Massimo Beni, um enttäuschte Hoffnungen zu symbolisieren.


„N(o)us“ von Massimo Beni im „Konschthaus Beim Engel“. Die Ausstellung kann bis zum 31. Mai täglich außer montags zwischen 10.00 und 18.30 besucht werden