DÜDELINGEN
JEFF KARIER

Stadt Düdelingen hat Strategie zur Stärkung des lokalen Einzelhandels vorgestellt

Zu den Prioritäten der Stadt Düdelingen gehört es, das Stadtzentrum und somit auch den örtlichen Einzelhandel zu stärken und eine neue Dynamik zu erzeugen. Dazu hat die Gemeinde bereits verschiedene Maßnahmen getroffen und gestern die Strategie für die Zukunft der Presse vorgestellt.

Ein erster Schritt wurde 2015 gemacht, als man mit „Dudelange on dirait le sud - Liewe wéi am Süden“ einen neuen Slogan samt Branding veröffentlichte. Eine weitere Maßnahme war die Kampagne #Selfie, die die verschiedenen Geschäfte der Gemeinde in präsentierte. Außerdem wurde die Avenue Grand-Duchesse Charlotte aufgewertet und 100 neue Wohnung im Zentrum sowie 4.400 Quadratmeter an neuer Geschäftsfläche geschaffen. Auch ein Shared- Space-Projekt wurde umgesetzt.

Fünf Bausteine der Strategie

Der nächste Schritt im Vorhaben der Gemeinde, das Angebot an Geschäften möglichst vielfältig und an die Bedürfnisse angepasst zu entwickeln, soll nun in Form eine Strategie erfolgen, die aus fünf Bausteinen besteht. Zunächst wurde eine ausführliche Analyse durchgeführt, die etwa die demografische Entwicklung sowie die bestehenden Geschäfte berücksichtigt und somit Stärken und Schwächen aufzeigt. Zu den Stärken gehört etwa, dass die Gemeinde eine recht junge Bevölkerung hat (Durchschnittsalter etwa 42 Jahre) und eine hohe Kaufkraft aufweist.

Hinzu kommt ein „Observatoire de commerce“, das in Kombination mit dem „Cadastre de commerce“ der „Confédération luxembourgeoise de commerce“ (clc) nicht nur für einen konstanten Austausch aller Beteiligter sorgen, sondern auch neue Geschäfte anziehen soll. Auf Grundlage des Katasters sollen sich diese dann dort niederlassen, wo es wirtschaftlich auch sinnvoll ist. Diese Herangehensweise soll eine Art Pilotprojekt für andere Städte und Gemeinden des Landes sein.

Bei der Strategie der Gemeinde spielen auch die Mieten eine bedeutende Rolle. So hat die Gemeinde eine Geschäftsfläche auf 77. Avenue Grand-Duchesse Charlotte gemietet, um diese für 18 Euro pro Quadratmeter unterzuvermieten. So soll es Geschäften, die eher eine Nische belegen, sowie Pop-up Stores eine Möglichkeit der Ansiedlung im Zentrum geboten werden.

Um auch in Zukunft einen vielseitigen und attraktiven Einzelhandel zu bieten, wird die Gemeinde entsprechend den Bedürfnissen sowie Ergebnissen der Analyse und des Katasters den urbanen Ausbau entwickeln. Hinzu kommt, dass die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der „clc“ und der „fcad“ die Konferenz „Les 1ères assises du commerce à Dudelange“ organisieren wird. Diese findet am 25. April im Kulturzentrum „opderschmelz“ von 9.00 bis 12.00 statt.

All das soll auch dazu beitragen, dass leer stehende Geschäftsflächen schneller wieder vermietet werden, jungen Menschen dir Möglichkeit gegeben wird, im Zentrum ein Geschäft zu eröffnen und ein stetiger Dialog zwischen den Beteiligten entsteht.

Laut clc-Präsident Fernand Ernster zeige das Vorgehen der Gemeinde, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst ist und ihr gerecht wird. Er hoffe, dass andere Gemeinden sich an Düdelingen ein Beispiel nehmen werden.

Alain Clement, Präsident der „fcad“ zeigte sich dankbar, dass die Gemeinde diesen Weg geht. Schließlich sei dies keine Selbstverständlichkeit, dass der Geschäftsverband so in die Planung und das Handeln eingebunden werde. „Eine echte Win-Win-Situation“, kommentierte Bürgermeister Dan Biancalana die Strategie, der die Bedeutung des proaktiven Handels hervorhob.