LUXEMBURG
LIZ VAN RIJSWIJCK

In Schulen oder Jugendhäuser zu gehen war für den „Planning Familial“ im Lockdown nicht möglich. Das hatte für die Anlaufstelle zumindest einen positiven Nebeneffekt: Die Pläne für eine sexuelle und emotionale Erziehung auf der Social Media-Plattform Instagram wurden vorangebracht. Über diesen Kanal informiert das Aufklärungs- und Beratungszentrum künftig zu bestimmten Themen und antwortet gleichzeitig auf Fragen von Jugendlichen. Für das vierköpfige Team erklärt Liz van Rijswijck, warum das Sinn macht.

„Mit unserem Instagram-Konto haben wir seit Montag ein neues Instrument, um in Kontakt mit Jugendlichen zu treten und ihnen zu ermöglichen, auf unkomplizierte Art und Weise ihre Fragen zu stellen. Es ist eine Möglichkeit für junge Menschen, uns in ihrer Welt zu begegnen. Wir haben auch festgestellt, dass Jugendliche und Schüler, wenn wir in Klassen oder Jugendhäuser gehen, wenig von der Möglichkeit Gebrauch machen, uns per Mail zu kontaktieren. Sie benutzen dieses Medium wie auch das Telefon oder Facebook weniger als frühere Generationen und stattdessen alternative Medien. Hinzu kommt die Überwindung, die es kosten kann, sich mit intimen Anliegen an den Planning zu wenden.

Auf Instagram werden wir Themen wie die Pubertät, das Gefühl, verliebt zu sein, Liebeskummer, die Verhütung oder den gegenseitigen Respekt ansprechen. Wir führen allerdings auch die Möglichkeit von Online- oder Videoanrufen ein, um so auf alle Bedürfnisse von Jugendlichen eingehen zu können. Termine vor Ort bei uns sind ebenfalls möglich. Ansonsten antworten wir schriftlich auf Anfragen auf Französisch, Luxemburgisch, Deutsch, Englisch oder Portugiesisch und das auf diskrete Art und Weise.

Um das neue Angebot bekannt zu machen, startet der ‚Planning Familial‘ auch die Kampagne ‚Hues du Froen?‘ in den Schulen und anderen Strukturen, damit junge Menschen wissen, dass wir bis zum Herbst und natürlich darüber hinaus für sie da sind. Ab der kommenden ‚Rentrée‘ wird der ‚Planning familial‘ auch die Besuche in Klassen des Cycle 4 der Grundschule wieder aufnehmen. Dort werden wir – anders als in den Sekundarschulen – in Anwesenheit und in Zusammenarbeit mit dem Lehrer eine altersangepasste sexualpädagogische Aktivität vorbereiten und durchführen. Es ist also ein anderes Programm als auf der Sekundarstufe. Erste Schulen haben sich dafür bereits gemeldet. Wir planen auch, in den anderen Grundschulzyklen an das Alter der Kinder angepasste Programme zu entwickeln.“

Für alle Fragen ist der „Planning Familial“ zu erreichen: per Mail an esa@pfl.lu, www.planning.lu oder eben auf Instagram unter planningfamilialluxembourg