LUXEMBURGIZ MIT OEKOTOPTEN

„Dachdämmung“ ist eines der Schwerpunktthemen der am Freitag beginnenden Oekofoire

Wohlige Wärme erwünscht: Der Winter steht vor der Tür und damit verbunden die Frage, wie man zu einer warmen Wohnung kommt. Heizen mit Holz ist angesagt, um Kosten zu sparen. Doch generell kommt man angesichts steigender Energiepreise um eine effektive Wärmedämmung der Gebäudehülle nicht mehr herum. Das A und O ist hier die Dachdämmung. Doch wussten Sie, dass man Häuser auch mit Seegrasfasern wärmedämmen kann?

Zu unterscheiden: Aufsparrendämmungund Zwischensparrendämmung

Die Aufsparrendämmung ist ein spezielles Verfahren der Dachdämmung, bei dem die Dämmung vollflächig über den Dachsparren verlegt wird. Man spricht deshalb auch von einer Vollflächendämmung. Der große Vorteil der Aufsparrendämmung ist, dass die Dämmschicht an allen Stellen die gleiche Stärke aufweist und auf diese Weise keine Kältebrücken entstehen können. Hinzu kommt, dass die Dicke der Dachsparren ausschließlich nach statischen Gesichtspunkten ausgerichtet werden kann, was sich durchaus finanziell auswirken kann. Für die Aufsparrendämmung müssen die Dämmplatten druckfest sein. Von den ökologischen Dämmstoffen ist dies vor allem bei den Holzfaserdämmplatten gegeben.

Naturdämmstoffe liegen im Trend

Bei der Wahl der richtigen Wärmedämmung spielen Naturdämmstoffe eine immer größere Rolle. Denn diese sind wasserdampfdurchlässig und weisen damit deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Wärmedämmstoffen auf. Davon ist auch die Firma „Holz&Dach Lux“ aus Esch/Alzette überzeugt (Stand: 2A09 auf der Oekofoire). Dämmarbeiten werden von ihnen nach DIN-Regeln mit Materialien wie Steinwolle, Glaswolle, Schafswolle, Hanf oder auch Holzweichfaserplatten durchgeführt. „Viele Hausbesitzer informieren sich bei uns über eine entsprechende Dachsanierung, die nicht nur eine optische Verschönerung des Daches beinhalten soll, sondern es wird besonderen Wert auf die Dachdämmung gelegt, um damit die Energiekosten zu senken, aber auch, um die Wohnqualität zu erhöhen. Und Dämmstoffe wie Hanf oder Flachs schützen nicht nur Gebäude und Nutzer, sondern schonen gleichzeitig die Umwelt“, sagt Christina Murtzen, Geschäftsführerin von Holz&Dach. Weil diese Dämmung aus Zellulose besteht, besitzt sie auch holzähnliche Eigenschaften. „Da sie Wärme kaum leitet, bleibt diese im Winter im Haus, während die Fähigkeit der Zellulose, viel Wärme zu speichern, im Sommer für eine kühlere Innentemperatur sorgt.

Wohlige Wärme dank Seegras

Eine weitere bei der Oekofoire ausstellende Spezialfirma ist „Neptu GmbH“ aus Karlsruhe (Stand: 2C26). Seit einigen Jahren ist der patentierte, mehrfach prämierte innovative und besonders nachhaltige Naturdämmstoff NeptuTherm (100% naturreine Dämmung aus dem Meer) auf dem Markt. „Unser Produkt ist der einzige Dämmstoff, der alle gesetzlichen Anforderungen ohne jegliche Zusätze erfüllt, das heißt wirklich 100prozentig natürlich ist“, sagt Unternehmenschef Richard Meier. Sein Produkt wird aus der Seegraspflanze Posidonia oceanica gewonnen. Ihre Neptunbälle kommen in großen Mengen am Mittelmeer vor. Sie stehen in keinem Nutzungswettbewerb zu Nahrungsmitteln oder anderen landwirtschaftlichen Produkten. Daher „verbindet unser Dämmstoff in einer einzigartigen Weise Ökologie und Ökonomie, reduziert den Energiebedarf der Immobilie durch natürliche Materialien. Es ist baubiologisch völlig unbedenklich!“ Es eigne sich daher aufgrund seiner wunderbaren Eigenschaften hervorragend zur Dämmung von Dächern, obersten Geschossdecken, Fassaden und Fußböden bei Sanierungen, Renovierungen und Neubauten, insbesondere im Bereich der Denkmalpflege, so Meier weiter.