LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

„Gaart an Heem“ stellt „Mein Taschenbuch 2017“ im Umweltministerium vor

In ihrer Eigenschaft als Nationalpräsidentin der „Ligue Luxembourgeoise du Coin de Terre et du Foyer“ (CTF) stellte Martine Mergen zusammen mit Ministerin Carole Dieschbourg gestern Vormittag die CTF-Veröffentlichung „Mein Taschenbuch 2017“ im Umweltministerium vor. Das in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium herausgebene Büchlein (Auflage. 23.000 Exemplare), ein äußerst praktischer Leitfaden für den Gartenfreund, soll in den kommenden Wochen den rund 20.000, in 114 Sektionen in allen teilen des Landes aktiven Mitgliedern des 1928 gegründeten CTF -Liga zugestellt werden.

Ein praktischer Leitfaden

Wie Umweltministerin Carole Dieschbourg im Vorwort von „Mein Taschenbuch 2017“ festhält, wollen „immer mehr Menschen der Natur näher sein und sich aus eigenen Händen mit gesunden Lebensmitteln versorgen“. Wie die Ministerin weiter meinte, können richtig angelegte Gärten „einen konkreten Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten. In den Broschüre bekommen Sie daher vielfältige Tipps, wie Sie Ihren Garten so gestalten können, dass er wertvollen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bietet und Ihre Lebensmittel natürlich und gesund werden.“ Dem „Gaart an Heem“ dankte die Ministerin ausdrücklich für das Engagement im Bereich des Natur- und Umweltschutzes.

Gebrauch von Pflanzenschutzmittel auf öffentlichen Flächen seit 2016 untersagt

Anschließend stellten die Mitarbeiter der „Ëmweltberodung Lëtzebuerg“ (EBL) das Projekt „Blummen ouni Pestiziden“ vor. Die 2009 gestartete Kampagne „Ouni Pestiziden“ setzt sich für den Verzicht von Pestiziden im staatlichen und im kommunalen Raum sowie in der Landwirtschaft und in privaten Haushalten ein.

Der größte Teil der Kampagne betrifft die Sensibilisierung der öffentlichen und privaten Akteure, die direkt oder indirekt mit Pestiziden in Berührung kommen. Im Großherzogtum ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf öffentlichen Flächen seit vergangenem Jahr per Gesetz untersagt. Beim Unterhalt dieser Flächen dürfen die Gemeinden also nicht mehr auf diese chemischen Mittel zurückgreifen.

Die Verwendung von Pflanzen und Blumen, die ohne Pflanzenschutzmittel herangewachsen sind, ist für die Mitarbeiter der „Ëmweltberodung Lëtzebuerg“ eine „logische Folge des Verzichts auf Pflanzenschutzmittel in deren Pflege“.

So wird den Gemeinden empfohlen, das öffentliche Grün, das in diesem Fall bunt ist, über die gesetzliche Auflage pestizidfrei zu gestalten. So sollen einerseits mehr Staudenbeete und Blumenwiesen angelegt werden und andererseits soll beim Kauf von Sommer- und Herbstblumen - so weit wie möglich - auf pestizidfreie Pflanzen aus einheimischen Kulturen zurückgegriffen werden.

Naturnahe Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen

Die Bürger ihrerseits werden aufgerufen, ihre
Gärten, Terrassen und Balkone naturnah zu gestalten. Dazu gehört für die Verantwortlichen von Umweltministerium, CTF und „Ëmweltberodung Lëtzebuerg“ der Verzicht auf Pestizide in der Anwendung. Der Kauf von pestizidfreien Blumen aus einheimischen Kulturen wird jedem Gartenfreund empfohlen.

Weitere Informationen findet man unter www.ounipestiziden.lu