LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Erweiterte Neuauflage von André Hohengartens alternativem Stadtführer erschienen

Zwanzig Jahre nach der ersten Auflage ist André Hohengartens alternativer Stadtführer in einer überarbeiteten Neuauflage erschienen. „Die Stadt Luxemburg unter dem Hakenkreuz“ führt den Leser über 116 Stationen durch die Geschichte der Hauptstadt im Zweiten Weltkrieg. Die überarbeitete Fassung trägt einerseits den vielen Veränderungen der vergangenen Jahre in der Stadt Luxemburg Rechnung. Andererseits wurden auch zahlreiche Anregungen, Verbesserungen und Ergänzungen berücksichtigt.

Steve Kayser, Direktor des Dokumentations- und Forschungszentrums über die Zwangsrekrutierung (CDREF) lobte Hohengartens Werk, das weit mehr sei als ein Stadtführer, insofern es auch ein Hilfs- und Nachschlagewerk sei.

116 Stationen in zweieinhalb Stunden

Dem beim „Le Phare“-Verlag erschienen Buch liegt eine Karte der Hauptstadt bei. Den 116 Stationen des vorgeschlagenen, zweieinhalbstündigen Stadtrundgangs ist jeweils ein Kapitel gewidmet. An erster Stelle erinnern die Orte an die Opfer, aber auch die Täter oder Institutionen, die sich im Namen des NS-Unrechtsstaates schuldig gemacht haben. Start- und Ankunftspunkt des Stadtrundgangs ist die Place d’Armes, wo Gauleiter Gustav Simon als Chef der Zivilverwaltung seinen ersten Auftritt hatte. Der Rundgang wurde zusammengestellt, damit möglichst viele Orte auf einem möglichst kurzen Rundweg besucht werden können. Weitere Stationen ergänzen den „Guide“ und erlauben auch die Zusammenstellung alternativer Routen. Eine kurze Abhandlung über die Geschichte Luxemburgs während des 2. Weltkriegs geht dem voraus. Die Bebilderung wurde ebenfalls überarbeitet.

Weil der Geschichte der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft in herkömmlichen Stadtführern nur eine kleine Rolle zukommt, entstand die Idee der historischen Stadtführers. Hohengarten griff die Idee, die bereits in verschiedenen deutschen Städten erfolgreich war, auf, wie er bei der Vorstellung des Buches gestern in der Hollericher Gare erklärte. Mit Erfolg, denn die Erstauflage war bereits nach kurzer Zeit vergriffen.
„Die Stadt Luxemburg unter dem Hakenkreuz“, 272 Seiten, 116 Abbildungen und eine Karte, erhältlich im Buchhandel oder per Überweisung von 23 Euro auf das Konto des Landesverbandes (FNCTTFEL), IBAN LU66 0019 1000 7222 4000 mit dem Vermerk „Stadtführer“