LUXEMBURGPATRICK VERSALL

Ab 5. Oktober wird die erste offizielle luxemburgische Futsal-Meisterschaft ausgetragen

Fußball in der Halle ist für sehr viele Aktive und Fans nur schwer erträglich. Und dennoch: Auch in Luxemburg ist Hallenfußball sehr populär, so populär, dass seit Jahren einige Vereine ihre eigene inoffizielle nationale Futsal-Meisterschaft ausgetragen haben. Vor zwei Jahren sind diese Vereine an den nationalen Fußballverband FLF herangetreten, um fortan eine offizielle Meisterschaft unter der Schirmherrschaft des Verbandes auszutragen. Für die Clubs ist es schon alleine aus versicherungstechnischer Sicht von Vorteil, an einem vom Fußballverband ausgetragenen Wettbewerb teilzunehmen. Des Weiteren kann sich der luxemburgische Futsal nur weiterentwickeln - national wie international - wenn er von der FLF als offizielle Sportart anerkannt wird. Am 5. Oktober fällt nun der Startschuss zur ersten offiziellen Futsal-Meisterschaft in Luxemburg. 15 Teams erfüllen zurzeit die Vorgaben des nationalen Verbandes, um daran teilzunehmen. Parallel zur Meisterschaft organisiert der Verband auch einen Pokalwettbewerb. Bei einigen teilnehmenden Clubs handelt es sich um eigenständige Vereine, die nicht an einen traditionellen Fußballclub angegliedert sind und in den vergangenen Jahren nur im Futsalbereich aktiv waren.

Begegnungen an vier Tagen

„Samba Seven Niederkorn besteht schon seit über dreißig Jahren“, präzisiert FLF-Vizepräsident Charles Schaack, Ansprechpartner in Sachen Futsal beim Verband. Neben den reinen Futsalclubs kämpfen ab dieser Saison nun auch die Futsalteams einiger luxemburgischer Traditionsvereine in um die Meisterschaftskrone. Jedes Team muss eine Sporthalle zur Verfügung haben, in denen die Spiele ausgetragen werden können und mindestens über elf Spieler verfügen. Spielberechtigt ist jeder ab dem 16. Lebensjahr. Allerdings müssen auch diejenigen Spieler, die schon eine klassische FLF-Lizenz besitzen eine Futsal-Lizenz beantragen. „Wir betrachten Futsal als zweite Sportart neben dem normalen Fußball“, so Schaack.Jeder Club ist dazu verpflichtet, zwei Futsal-Schiedsrichter zu stellen.

Für jede Futsal-Begegnung werden drei Unparteiische benötigt: Zwei leiten das Spiel, der dritte bedient die Stoppuhr an der Seitenlinie. Ein Spieltag kann sich über vier Wochentage hinziehen; aus Termingründen werden die Begegnungen zwischen Sonntagabend und Donnerstag ausgetragen. Somit können Outdoorkicker, die am Wochenende mit ihrem Team an der Fußballmeisterschaft teilnehmen unter der Woche als Futsalspieler auf Punktejagd gehen.

Die 15 Mannschaften sind in zwei Spielgruppen eingeteilt, die besten bestreiten die Play-Offs. Die beiden Finalisten machen den Titel in den „Best of Three“- Begegnungen unter sich aus.