LUXEMBURG
SVEN WOHL

Beim Recyceln von Batterien ist Luxemburg überdurchschnittlich

Nicht einmal die Hälfte der Batterien in der Europäischen Union wird recycelt. Dies ergibt eine Untersuchung von Eurostat auf Basis von Daten aus dem Jahr 2018. 48 Prozent der Batterien werden durchschnittlich in den 27 Mitgliedsstaaten recycelt. Luxemburg kann sich hier hervortun: Immerhin werden im Großherzogtum ganze 69 Prozent der Batterien recycelt. Lediglich Kroatien und Polen können hier besser abschneiden. Unter den Nachbarländern kann hier lediglich Belgien mit 62 Prozent mithalten. Schlusslichter sind dagegen Estland, Zypern (je 30 Prozent) und Portugal (31 Prozent). 2018 wurden 191.000 Tonnen Batterien in der EU verkauft. 88.000 Tonnen davon wurden wieder eingesammelt, um recycelt zu werden.

Steigende Leistung beim Sammeln

In Luxemburg waren dies 209 Tonnen Batterien, wovon 140 Tonnen wieder eingesammelt wurden. Der Verkauf kennt dabei eine gewisse Entwicklung: 2009 wurden 214 Tonnen Batterien im Land erworben. Im Jahr darauf erreichte dieser Stand einen Tiefpunkt mit 159 Tonnen. Das Sammeln genannter Energiequellen erfuhr jedoch 2018 einen Höhepunkt.

Der Trend zeigt in der EU bei den Verkäufen wie auch beim Recycling nach oben. 2009 wurden 162.000 Tonnen Batterien verkauft, 2018 sind es 191.000 Tonnen. Wurden 2009 lediglich 50.000 Tonnen davon gesammelt, so sind es heute 88.000.

Herausforderungen beim Recycling

Beim Recycling stellen sich aufgrund der unterschiedlichen Batteriesorten besondere Herausforderungen. Bei Blei-Säure-Batterien erreichen die meisten Mitgliedsstaaten beim Recycling eine Effizienz von 65 Prozent oder höher. Das stimmt auch für Luxemburg mit mehr als 90 Prozent Effizienz, womit das Großherzogtum auch hier auf dem dritten Platz landet. Bei den Nickel-Cadmium-Batterien liegt die Effizienz zwischen 75 und 85 Prozent. Luxemburg liegt hier bei etwa 80 Prozent.