LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Fünftes Luxembourg City Film Festival vom 26. Februar bis 8. März

Wer kreativ ist, wird belohnt. Dies gilt nicht nur für die Kunstschaffenden der Szene, sondern seit kurzem auch für die einzelnen Institutionen und Häuser, die in den Genuss einer Konvention mit dem Ministerium für Kultur kommen wollen. Sich auf den Lorbeeren der glanzvollen Vergangenheit ausruhen geht nicht mehr, wenn man weiterhin das eigene Budget mit öffentlichen Geldern aufstocken möchte.

Es gehe nicht um das Totsparen der Kultur, sondern um eine kohärente Entwicklung von Projekten, erklärte Maggy Nagel resolut gestern bei der Vorstellung der fünften Auflage des Filmfestivals der Stadt Luxemburg, das seit diesem Jahr den Namen „Luxembourg City Film Festival“ trägt.

Solche Projekte, wie eben dieses Filmfestival, das Sinn mache, ergänzt die Ministerin für Kultur. Das Ministerium hat mit dem Festival eine Konvention abgeschlossen, 250.000 Euro überweist das Ministerium bis 2018 jedes Jahr an die Kinoveranstaltung. Nichtsdestotrotz werde man sich aber jedes Jahr auf Neue beweisen, erklärte Festivalpräsidentin Colette Flesch.

Erfolg bei jungen Zuschauern

Die Ministerin führte gleich mehrere Gründe an, die sie dazu bewogen haben, eine Konvention mit dem Festival abzuschließen, das am 26. dieses Monats beginnt und bis zum 8. März dauert.

Nagel unterstrich die ausgezeichnete Jugend- und Kinderarbeit, die die Verantwortlichen seit der ersten Auflage leisten, ein Erfolg, der sich unter anderem an Zahlen messen lässt: Bis gestern hatten sich bereits über 4.550 Kinder und Jugendliche für Veranstaltungen und Projektionen angemeldet.

Die Ministerin beglückwünschte das Festivalteam für die mutige Auswahl an Filmen, die während des Festivals gezeigt werden und zeigte sich zufrieden, dass es nicht das Hauptanliegen der Organisatoren sei, VIPs und Blockbuster nach Luxemburg zu bekommen. Außerdem halte der Event jedes Jahr Platz für luxemburgische Produktionen bereit.

Claude Bertemes, Mitglied des „Comité artistique“, wies auf die Tatsache hin, dass das Festival auch in Ausland seine ersten Früchte ernte; die Internationalen Verleiher würden ihnen vermehrt ihr Vertrauen schenken.

Zehn Filme hat das Komitee für den offiziellen Wettbewerb der Jubiläumsausgabe zurückbehalten, darunter Susanne Biers „A second Chance“ und Jafar Panahis „Taxi“, der auf der Berlinale laufen wird. Der Dokumentarfilmwettbewerb umfasst den einen oder anderen Streifen, der jüngst auf Robert Redfords Sundance Fim Festival zu sehen war. Nicht Für den Wettbewerb zugelassen sind der Eröffnungsfilm „Big Eyes“ von Tim Burton sowie Donato Rotunnos „Bab(y)lone“, die Verfilmung von Tuglio Forgiarinis „Amok“.

Die Namen der Jurymitglieder und der Festivalgäste finden Sie auf der Internetseite www.luxfilmfest.lu