LUXEMBURG
MM

Chinesen wollen laut Nachrichtenagentur katarischen Anteil kaufen

Die chinesische Legend Holding, der auch der Computerhersteller Lenovo gehört, will die Banque Internationale à Luxembourg (BIL) kaufen. Das meldete am Dienstag die Nachrichtenagentur Reuters.

Demnach wollen die Chinesen den 90 Prozent-Anteil an Luxemburgs ältester Bank, den der Fonds Precision Capital der katarischen Herrscherfamilie Al-Thani hält, übernehmen. Zehn Prozent an der BIL hält der Staat. Reuters zitierte Branchenexperten. Von einem Kaufpreis von einer bis anderthalb Milliarden Euro ist die Rede. Das Finanzministerium teilte mit, es könne die Angelegenheit „weder bestätigen noch dementieren“ und verwies auf Precision Capital. ähnlich die BIL: Von dort gab es Dienstagabend dazu keine Stellungnahme.

Laut Nachrichtenagentur seien die Gespräche schon weit fortgeschritten, und der Verkauf des katarischen Anteils könne schon in den kommenden Wochen finalisiert werden. Zehn Prozent sollen weiterhin beim Staat bleiben.

Die BIL hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 110 Millionen Euro erzielt. 2015 waren es 134 Millionen Euro gewesen. Falls es zu einem Verkauf kommt, muss auch die Europäische Zentralbank zustimmen, weil die BIL als systemrelevant eingestuft ist.