LUXEMBURG/JUNGLINSTER
PATRICK WELTER

Gestern erfolgte die offizielle Einweihung des „Lënster Lycée“

Neun Jahre - für Luxemburger Verhältnisse ist das Lyzeum in Junglinster schnell und zügig realisiert worden. 2005 fällte die Regierung die Entscheidung der schulischen Leere zwischen Echternach und Luxemburg einerseits und Grevenmacher und Diekirch andererseits ein Ende zu machen.

Das Abgeordnetenhaus beschloss 2008 das für den Bau des Lyzeums notwendige Gesetz. Baubeginn war 2010, die ersten Schüler zogen am 15. September dieses Jahres ein und gestern wurde das Lyzeum von Junglinster offiziell eingeweiht

Dringend notwendig

Die Notwendigkeit für den Bau des „Lënster Lycée“ belegt auch die Größe des nun fertiggestellten Neubaus. Die Bruttofläche beläuft sich auf 37.000 Quadratmeter bei einem Bauvolumen von rund 169.000 Kubikmetern. Die kalkulierten Kosten liegen bei rund 105 Millionen Euro.

Die Zielgruppe des Lyzeums sind vorrangig Schüler aus Junglinster und den Gemeinden Fels, Heffingen, Bech und Betzdorf. Die pädagogische Ausrichtung der berufsbildenden Klassen liegt in den Bereichen Technik, Informatik und Betriebswirtschaft.

Vollständiges Bauprogramm

Das Bauprogramm umfasst 17 normal große und 38 kleinere Klassenzimmer. 33 Räume für fachbezogenen Unterricht, fünf Werkstätten, eine aufteilbare Sporthalle und ein Schwimmbad sowie der unvermeidliche Verwaltungsbereich runden das Programm ab.

Außerdem entstanden eine Mehrzweckhalle für bis zu 300 Personen und ein Schul-Restaurant mit angeschlossener Cafeteria.

2017 sollen es einmal 2014 Schüler sein

Der Start des „Lënster Lycée“ im September erfolgte mit 13 Klassen und rund 200 Schülern. Zunächst mit neun 7. Klassen und vier 10. Klassen. Aktuell besteht das Team um Direktor Romain Kieffer aus 30 Lehrern und Lehrbeauftragten. Bei vollem Schulbetrieb, der 2017 erreicht sein soll, werden es 1.400 Schüler und rund 120 Lehrkräfte sein.

Schulleiter Romain Kieffer ist ausgebildeter Elektrotechnik-Ingenieur in. Er unterrichtete am „Lycée Technique de Bonnevoie“ und war Fachbeamter im Bildungsministerium, bevor er 2010 zum Direktor des neuen Lyzeums berufen wurde.