LUXEMBURG
SVEN WOHL

Eurobarometer-Umfrage zeigt: Die Zahl jener, die eine positive Sicht auf die EU haben, steigt

Ganze 43 Prozent der in einer Eurobarometer Umfrage befragten Personen gaben an, ein positives Bild der EU zu haben. Das ist der höchste Wert seit Herbst 2009. 36 Prozent hätten ein neutrales Bild und nur 20 Prozent ein negatives.

Stabil bleibt dagegen das Vertrauen in die EU bei 42 Prozent der Befragten. Dieser Stand wurde zuletzt im Herbst 2010 erreicht. Tatsächlich überwiegt das Vertrauen in 17 EU-Mitgliedsstaaten. In Litauen (65 Prozent), Dänemark (60 Prozent) und Schweden (59 Prozent) ist dieses am größten.

Luxemburger fühlen sich als Unionsbürger

Ganze 89 Prozent der befragten Personen aus Luxemburg gaben an, sich als EU-Bürger zu fühlen. Es ist der höchste Wert, der während der Umfrage erreicht wurde. Am niedrigsten war dieses Gefühl in Bulgarien, mit 51 Prozent. Der Mittelwert in der Union liegt bei 71 Prozent und damit einen Prozentpunkt höher als im Frühjahr 2018.

Ebenfalls beliebt ist die Freizügigkeit der EU-Bürger: 83 Prozent der Befragten befürworten das Konzept. Mehr als zwei Drittel teilten diese Ansicht in jedem EU-Staat.

Im Vorfeld der anstehenden Europawahlen wurde sich auch umfragt, ob die Menschen denken, dass ihre Stimme in der EU zählt. Zum ersten Mal seit diese Frage gestellt wurde, denkt eine Mehrheit - in diesem Fall 49 Prozent der Befragten - dass dies der Fall sei. 47 Prozent waren mit dieser Aussage nicht einverstanden und vier Prozent konnten die Frage nicht beantworten. Die besten Werte erzielten Dänemark (73 Prozent), Schweden (71 Prozent) und Deutschland (70 Prozent). In 16 EU-Ländern äußerte man sich mehrheitlich positiv dieser Aussage gegenüber.

Gutes Zeugnis für den Euro

Der Euro nähert sich seinem 20. Geburtstag. 75 Prozent der Befragten gaben an, dass sie den Euro unterstützen. Auch die Einschätzung der nationalen Wirtschaften bleiben unverändert positiv bei 49 Prozent. An der Spitze findet man hier neben Malta (95 Prozent) und den Niederlanden auch Luxemburg mit jeweils 91 Prozent. Die niedrigsten Werte sind dagegen in Griechenland (sechs Prozent), Kroatien (16 Prozent) und Spanien sowie Bulgarien (jeweils 18 Prozent) zu finden.

Die Sorgen der Europäer

All diese positiven Zeichen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Europäer auch ihre Sorgen haben. Allen voran ist es die Einwanderung, welche die Massen bewegt. 40 Prozent der befragten nannten dieses Thema bei der Umfrage, während der Terrorismus nur als das zweitwichtigste Problem genannt wurde und auf 20 Prozent kommt. Die Tendenz hierbei sinkt, waren es im Frühjahr diesen Jahres noch neun Prozentpunkte mehr. Die öffentlichen Finanzen bewegen dagegen 19 Prozent der Befragten, gefolgt von der wirtschaftlichen Lage (18 Prozent). Am stärksten zugenommen hat die Sorge um den Klimawandel: Diese stieg um fünf Prozentpunkte auf 16 Prozent. Die Arbeitslosigkeit kommt dagegen nur auf 13 Prozent, den niedrigsten Wert seit 2010. Auf nationaler Ebene spielt sie dennoch eine wichtige Rolle, wird sie von 23 Prozent der befragten als die größte nationale Sorge genannt.

Einen kompletten Einblick in die Zahlen erhalten Sie auf: tinyurl.com/BaroJournal