LUXEMBURG
RONALD MORDICONI

Seit dem 1. Juli 1995 müssen alle Führerscheinneulinge mit Wohnsitz in Luxemburg innerhalb von zwei Jahren nach Erwerb des Führerscheins in ihrer Probezeit der Kategorie B (PKW) und der Kategorie A2 (Motorrad) an einem eintägigen Fahrsicherheitslehrgang teilnehmen (Art. 83 Code de la route). Dieser Lehrgang könnte aber nach Ansicht der „Fräi Ökologesch Demokratesch Partei“ kostenlos angeboten werden. Aber auch andere Punkte im Bereich der Verkehrssicherheit seien durchaus reformierbar, findet Nationalpräsident Ronald Mordiconi.

„Da es sich beim Fahrsicherheitslehrgang um einen gesetzlichen Pflichtkurs und keinen freiwilligen Testkurs handelt und den Fahrneulingen hierdurch eine defensivere und verantwortungsvollere Fahrweise vermittelt werden soll, würden wir uns freuen, wenn dieser Fahrkurs in naher Zukunft für alle Führerscheinneulinge kostenlos angeboten wird.

In Luxemburg fristet auch der Fahrradhelm ein Schattendasein. Viele Radfahrer sind in Verkehrsunfälle verwickelt, darunter Kinder, Jugendliche unter 18 Jahren als auch Erwachsene. Bei jedem zweiten Unfall eines Radfahrers ohne Helm kann die erlittene Kopfverletzung zum Tode führen. Dennoch gibt es zurzeit keine Fahrradhelmpflicht in Luxemburg. Der Fahrradhelm kann zwar keine Unfälle verhindern, aber das Risiko schwerer und schwerster Kopfverletzungen deutlich verringern. Daher fordert die FÖDP, eine Helmpflicht für jede Altersgruppe gesetzlich festzulegen. Die Sicherheit der Bürger hat Vorrang.

In Luxemburg mag den meisten aufmerksamen Autofahrern aufgefallen sein, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung in Autobahntunneln in den meisten Fällen, falls nicht sogar in allen, bei 90 km/h liegt. Die FÖDP würde sich freuen, wenn das Tempolimit vor, im und nach dem Tunnel auf 80 km/h herabgesetzt werden würde.

Auch gibt es in Luxemburg einige gefährliche Autobahntunnel. Zum Beispiel an dem luxemburgisch-deutschen Grenzübergang in Richtung Schengen/Saarautobahn A13 und Perl (Deutschland). An diesem Tunnelende präsentiert sich die Ausfahrt nach Schengen. Passt der Autofahrer am Tunnelende nicht auf und reduziert vorher bereits sein Tempo, verpasst er ohne Zweifel die Ausfahrt und landet auf der Autobahnbrücke in Richtung Deutschland.

Bei solchen Autobahntunneln sollte, schon allein wegen der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und zur Reduzierung der möglichen Unfallgefahr, ein Blitzer installiert werden, denn eine Vielzahl von Autofahrern hält sich, nach unserer Erkenntnis, hier nicht an die derzeitig dort geltenden 90 km/h.“