LUXEMBURG
INGO ZWANK

200 PS im 2.2 MultiJet: Unterwegs mit der neuen Jeep-Modellreihe

Mehr Diesel-Power und Euro 6: Ein 2,2 Liter großer Selbstzünder macht den Jeep Cherokee 2.2 MultiJet zum Häuptling der Baureihe. 200 PS und 185 PS ersetzen den auf der Brust etwas schwachen 170-PS-Zweiliter-Diesel, der auch nur die Euro 5-Norm schaffte.

Der neue Motor

Die Euro 6 Norm erreicht der neue Motor mit seinem optimierten Abgassystem mit nah am Krümmer platzierten Dieselpartikelfilter, Stickoxid-Speicherkatalysator und Abgasrückführung. Neu aufgestellt ist somit das Modellangebot des Jeep Cherokee: Neue Einstiegsversion Sport mit 140 PS starkem 2.0 MultiJet II-Turbodieseltriebwerk in Verbindung mit Vorderradantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe und zur Serienausstattung zählen 17 Zoll große Leichtmetallräder, Klimaanlage und Geschwindigkeitsregelanlage sowie Bluetooth-Konnektivität.

Okay, los geht’s. Man drückt den Startknopf und lauscht. Lauschen deshalb, weil der neue Motor doch etwas weniger hämmern soll. Doch der Cherokee weiß durchaus noch zu knurren, vor allem ab rund 3.500 Umdrehungen. Doch schnell merkt man, dass der 2,2-Liter-Vierzylinder sehr gut auf den Charakter dieses Jeeps abgestimmt ist. Ruck-zuck hat man mit dem im italienischen Motorenwerk in Pratola Serra (Avellino) fabrizierten Jeep das Landstraßentempo erreicht und auch auf der Autobahn nähert man sich angenehm den 190 km/h (204 km/h als Höchstgeschwindigkeit angegeben), wobei die Neungang-Automatik dabei sehr unauffällig arbeitet.

Natürlich: Wer will, darf auch selber die Gänge einlegen. Die Lenkung des stärksten Diesel-Cherokees ist sehr präzise. Die weiche Fahrwerksabstimmung federt Gullis&Co. ordentlich weg. Rundum ein Auto, dass man durchaus empfehlen kann.