LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Einweihung des „Bâtiment Mercier“ - die Postdirektion ist ins Bahnhofsviertel umgezogen

Ganz früher lagerten an dieser Stelle hunderttausende Champagnerflaschen, irgendwann zog auf diesem Grundstück ein großer Eisenwarenhandel ein und jetzt residiert dort das Hauptquartier der luxemburgischen Post. Wobei sich die Bausubstanz in über einhundert Jahren drastisch geändert hat. Alles ist neu. Nur tief unter dem neuen Postgebäude, das innerhalb von zweieinhalb Jahren errichtet wurde, existieren noch Keller aus der Zeit, als das Champagnerhaus Mercier dort Wein aus der Champagne zu edlem Schaumwein verarbeitet hat, um während des Zollvereins den deutschen Markt zu beliefern.

Der offizielle Geschäftssitz der Post befindet sich jetzt im Gebäude 20, rue de Reims im Bahnhofsviertel der Hauptstadt. Entsprechend dem geschichtsträchtigen Bauplatz trägt es die Bezeichnung „Bâtiment Mercier“. Gestern wurde es mit einer Feier seiner Bestimmung übergeben. Neben vielen geladenen Gästen aus der Wirtschaft, waren Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer Ehrengäste der Eröffnung.

Auf einem Fläche von 60 mal 60 Metern, die eine ganzes Straßenquadrat einnimmt, wurde um ein hohes Atrium herum ein achtgeschossiges Gebäude (davon zwei unterirdisch) gebaut, das sich nach den Worten von Post-General Direktor Claude Strasser vor allem durch Transparenz und Modernität auszeichnet. Es sei damit auch ein Abbild des modernen luxemburgischen Postunternehmens. Die reine Bürofläche beläuft sich auf 18.000 Quadratmeter, dort ist Platz für 800 Mitarbeiter. Im Erdgeschoss befindet sich eine „Postamt“ der neuen Art: Hier wartet ein „Espace Post“ als neues Dienstleistungszentrum auf die Postkunden. Ein Vorbild für die Zukunft.

Claude Strasser betonte auch, dass die Post mit dem Neubau und der Verlegung des Geschäftssitzes in die rue de Reims ihren Beitrag zur Entwicklung des Bahnhofsviertels leisten wollte.