LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

„Planning familial“: Danielle Igniti verabschiedet sich, Ainhoa Achutegui ist bereit

Nach 15 Jahren im Amt der Präsidentin und insgesamt 20 Jahren ehrenamtlichem Engagement nahm Danielle Igniti gestern Abschied vom „Planning familial“. Sichtlich gerührt dankte sie all jenen, die sie auf ihrem bisherigen Weg begleitet und sie zu der Kämpferin gemacht hätten, die sie heute sei. Viele herausragende Personen - insbesondere Frauen - hätten sie in ihrer Arbeit unterstützt. Besonders in den letzten Jahren seien die Türen des Gesundheitsministeriums weit geöffnet gewesen, bemerkte Igniti, was nicht zuletzt dem damaligen Minister Mars Di Bartolomeo zu verdanken gewesen wäre. „Gemeinsam haben wir das ,Planning‘ einen gigantischen Schritt vorangebracht und vieles in Bewegung gesetzt“, freute sich Igniti.

Starkes Team zur Seite

Gute Arbeit könne man jedoch nur leisten, wenn man ein starkes Team hinter sich wisse. „Ich bin nicht das ‚Planning‘, wenngleich ich lange Jahre sein Gesicht war. Auch wenn es mir schwer fällt, nun einen Schlussstrich zu ziehen, war es wichtig, frischen Wind reinzubringen, und das Gesicht des ,Planning‘ zu verjüngen“, hob die scheidende Präsidentin in ihrer Abschiedsrede hervor. Natürlich sollte ihre Nachfolgerin ebenfalls eine kämpferische Frau sein, die sie in Ainhoa Achutegui, Direktorin der Abtei Neumünster (CCRN), gefunden hätte. „Ihr übergebe ich nun das Ruder. Oder die Handbremse“, lachte Igniti. Nachdem sie jahrelang um die „IVG“ („interruption volontaire de grossesse“) gekämpft habe, sei es nun an der Zeit sich in Sachen „IVV“ - „interruption volontaire de vieillesse“ - kämpferisch zu zeigen.

Bereit, neue Baustellen anzugehen

Auf den Abschiedsdiskurs folgte die Antrittsrede der neuen Präsidentin. Ainhoa Achutegui, erst seit Juli 2014 Mitglied des Verwaltungsrats, zeigte sich sehr geehrt, mit dieser neuen Aufgabe betraut worden zu sein. Obwohl ihre Arbeit als CCRN-Direktorin viel Zeit in Anspruch nehmen würde, hätte sie dieses Angebot als bekennende Feministin und Kämpferin für eine nicht-sexistische Gesellschaft nicht ablehnen können. „Ich bin bereit“, betonte Achutegui. Die Arbeit ihrer Vorgängerin, die sie als Mensch und Freundin sehr schätze, lobte sie in den höchsten Tönen. „Viel wurde unter meiner Vorgängerin erreicht, trotzdem gibt es noch etliche Baustellen“, sagte die neue Präsidentin und versprach, diese mit viel Engagement anzugehen.

50. Geburtstag im Mai

Im Mai feiert die Beratungsstelle rund um Sexualität und Familie übrigens ihren 50. Geburtstag. Danielle Igniti bleibt dem Verwaltungsrat des „Planning familial“ indes als Ehrenpräsidentin doch noch in gewisser Weise erhalten.