LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Start-up-Helfer mit neuen Partnern, Präsidenten, neuer Positionierung

Der Start-up-Inkubator Nyuko wandelt sich und hat einen neuen Partner mit der Spuerkeess, einen neuen Präsidenten mit Robert Goeres von „Goeres Horlogerie“ und eine neue Positionierung als Ansprechpartner in der Frühphase der Überlegung einer Gründung, wie gestern auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben wurde.

„Nyuko“ steht für „new / you / co-“ und verweist auf den Charakter des Zusammenarbeitens verschiedener Experten, Berater, Mentoren und Coaches. Vorgänger waren Initiativen der Handelskammer wie „1,2,3 GO“ und „1,2,3 GO Social“ sowie die „Impactory“, ein „Coworking Space“, die Hedda Pahlson-Moller ins Leben gerufen hatte. Nyuko trägt seit rund 15 Jahren zur Diversifizierung der Wirtschaft bei. Der jetzige FEDIL-Präsident Nicolas Buck hatte sich für das Konzept der Start-up-Hilfe stark gemacht, musste sich aber aus Amtsgründen aus Nyuko zurück ziehen.

Als ein Umzug aus Hollerich, dem ersten Standort, notwendig wurde und der damalige Leiter Martin Guérin als Chef zum Luxembourg City-Inkubator wechselte, verkleinerte sich das Team um den jetzigen Nyuko-CEO Nicolas Fries auf fünf Mitarbeiter und zog ebenfalls um. Heute ist Nyuko im „House of Entrepreneurship“ der Handelskammer auf Kirchberg untergebracht. „Dort können wir direkt auf die Fragen von Interessenten eingehen und so für mehr Unternehmergeist sorgen“, kommentierte Handelskammergeneraldirektor Carlo Thelen, der ebenfalls anwesend war.

Ideen hinterfragen

Die neue Aufgabe für Nyuko lautet Ideen herauszufordern, also zu hinterfragen. Gemeint ist damit, dass Gründer gerade wenn sie sich mit einer Idee tragen oft mangelnde Marktkenntnis haben. In diesem Stadium soll Nyuko helfen, die richtigen Fragen zu stellen.

Gestern unterzeichnete Nyuko eine Partnerschaft mit der „Spuerkeess“ im Beisein von Thelen und Françoise Thoma, Generaldirektorin und Präsidentin des Direktionskomitees der Staatssparkasse. Auch der seit einigen Wochen amtierende Nyuko-Präsident Goeres, der das Amt von Karin Schintgen übernommen hat, war da. Die Handelskammer und das Wirtschaftsministerium sind die größten Sponsoren von Nyuko, zu Zahlen wollten sich die Anwesenden nicht äußern. Die Angebote von Nyuko sind kostenlos. Nyuko ist eine Asbl, hat also kein Gewinnziel. Thoma erklärte, warum die „Spuerkeess“, offizielle „Banque et Caisse d´Epargne de l´Etat“ (BCEE), sich als Partner und Sponsor engagiert: „Wir wollten unsere Position gegenüber den Unternehmensgründern von ihren ersten Schritten an stärken“, sagte sie. Darüber hinaus hätten Gründer oft Schwierigkeiten, an Kredite zu kommen. Auch hier könne sich die Partnerschaft als hilfreich erweisen. In den nächsten Wochen will die Bank ein spezielles Angebot für Gründer vorstellen.

Nyuko plant rund 350 Begegnungen mit Gründungswilligen, von denen etwa 150 bis 200 weiter begleitet werden sollen. Die Mitarbeiter rechnen damit, dass es in etwa 25 Fällen zu langfristigen Begleitungen einer Gründung kommt.