HÜNCHERINGEN
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Wahres Schmuckkästchen: Im Bredimus-Hof in Hüncheringen entstehen 14 neue Wohnungen

Über 200 Jahre sind Teile des Bredimus-Hofes in der Rue de l’École in Hüncheringen bereits alt, genauer gesagt stammen sie aus dem Jahr 1743 und 1786. Jetzt bricht ein neues Kapitel in der Geschichte des ehrwürdigen Gebäudes an. Ein Kapitel als „Schmuckkästchen“, das mit neuem Leben erfüllt wird. Der Hof, der jetzt unter Denkmalschutz steht, wurde saniert. In seinem Inneren entstanden für rund 3,6 Millionen Euro 14 kostengünstige Sozialwohnungen. Mit dem „Fonds du Logement“ konnte die Gemeinde einen staatlichen Partner zur Umsetzung gewinnen. Im Juli 2005 hatte die Gemeinde Bettemburg den Hof erworben, wie Bürgermeister Laurent Zeimet (CSV) gestern bei der Vorstellung des Projektes ausführte, einen Hof, „der bereits viel erlebt hat.“. Lange Zeit wurde überlegt, wie der Komplex neu genutzt werden könnte, „als Kulturzentrum oder auch „Maison Relais“, doch dann hat man sich entschlossen, Wohnraum und quasi einen neuen Ortskern zu schaffen.“

Enge Zusammenarbeitmit dem Denkmalschutz

Denn die Umwandlung in ein öffentliches Gebäude gestaltete sich schwierig, denn unter anderem Maßgaben zur Barrierefreiheit ließen sich mit Aspekten des Denkmalschutzes nicht ohne weiteres vereinbaren.

In dem Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert entstand also dringend benötigter kostengünstiger Wohnraum. „Per Erbpachtvertrag wird das Gebäude dem Fonds du Logement für 75 Jahre überlassen“, erklärte Zeimet. Der Fonds setzte den Hof also unter der Berücksichtigung von Denkmalschutzvorgaben instand und schuf jetzt 14 Wohnungen, vier zwischen 130 und 140 m² und zehn zwischen 51 und 144 m², in denen viele alte Bausubstanz verbaut wurde.

Diese werden nach den sozialen Kriterien des Fonds vergeben, wobei Einwohnern aus Bettemburg Priorität eingeräumt wird. Die ersten werden bereits am 15. Oktober einziehen. Damit trägt das Projekt zur sozialen und urbanistischen Aufwertung des Ortskerns von Hüncheringen bei. Was auch Wohnungsbauminister Marc Hansen (DP) lobend hervorhob. Es sei schön, wenn man sehe, „dass ein solchen Schmuckkästchen durch Wiederbelebung alter Bausubstanz entstehen kann“, sagte der Minister, der natürlich etwas die Arbeit in seinem Ministerium bezüglich des Wohnraums bilanzierte.

Es kommt auch auf die Qualität an

Man habe viel unternommen, doch etwas ist dem Minister in den ganzen Wahlkampfdebatten diesbezüglich zu kurz gekommen: „Immer ist die Rede von Quantität, doch es kommt auch auf die Qualität des Wohnraums an“ - und hier in Hüncheringen würde ohne Zweifel auch die Qualität stimmen. Der Hof wurde eng mit den Plänen für den Neubau des Kulturzentrums abgestimmt, das genau auf der anderen Seite entsteht.