LUXEMBURG
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Was im Herbst an neuen Ausbildungen und Anpassungen ansteht

Ein neuer BTS-Studiengang

Ab diesem Herbst bietet der „Maacher Lycée“ einen neuen BTS-Studiengang an. Der „Assistant médico-administratif“ soll die Studenten auf einen administrativen Beruf im medizinischen Sektor vorbereiten. „Der Arzt-Verwaltungsassistent ist der Verwaltungsarm des Arztes und ist für die Entgegennahme und Bearbeitung der Patientenakte zuständig“, wird das Berufsbild auf beruffer.anelo.lu vorgestellt. Die Zulassung zu diesem BTS erfolgt auf der Grundlage eines Bewerbungsdossiers, eines Vorstellungsgesprächs und möglicherweise auch Sprachprüfungen. Das Einschreibedokument, auf der Webseite des Lyzeums verfügbar, muss spätestens bis zum 15. Juli eingesendet werden. Voraussetzung ist ein Sekundarschulabschluss (allgemein oder klassisch), ein Technikerdiplom („division administrative et commerciale“, unter Umständen auch die „division hotelière et touristique“) oder ein äquivalentes ausländisches Diplom.

Vier öffentliche Europaschulen

Auch wenn sie im vergangenen Jahr bereits Schüler hatten, können erst seit Mai dieses Jahres drei weitere Schulen des Landes eine offizielle Zertifizierung als öffentliche europäische Schulen nachweisen. Zusammen mit der internationalen Schule Differdingen und Esch gibt es damit vier solcher öffentlicher Europaschulen: die internationale Schule in Mondorf, die „International School Junglinster“ sowie die internationale Schule in Clerf. Eine fünfte öffentliche europäische Schule ist in der Hauptstadt geplant.

Smart unterwegs in den neuen Technologien

Fünf Lyzeen haben ab diesem Herbst die Technikerausbildung „Smart Technologies“ im Angebot: das „Lycée des Arts et Métiers“, das „Lycée technique d’Ettelbruck“, das „Lycée Guillaume Kroll“, das „Lënster Lycée“ sowie das „ Lycée privé Emile Metz“. Von Robotik über intelligente und grüne Energie, das vernetzte Zuhause, die Elektromobilität bis zum Internet der Dinge oder Kommunikationsnetzwerken soll diese Ausbildung die Schüler auf die Zukunft vorbereiten.

Zwei Regionalguichets für das ONE

Mit dem schon seit Mai operationellen und dem im September in Düdelingen eröffnenden verfügt das Nationale Kinderbüro in diesem Jahr über zwei neue regionale Guichets. An das „Office national de l’enfance“ können sich Kinder, Jugendliche, Familienmitglieder wie auch Berufliche aus dem Sektor wenden, wenn sie Hilfe benötigen. Das kann etwa der Fall sein, wenn Eltern es nicht mehr schaffen, die täglichen Aufgaben in der Familie zu bewältigen. Das ONE bietet ebenfalls eine Familienhilfe in psychischen, sozialen und erzieherischen Fragen an.

Rückkehr der Noten in der Berufsausbildung

Mit der Mitte Juni vom Parlament beschlossenen Gesetzesänderung kommt es ab diesem Herbst zu neuen Anpassungen in der Berufsausbildung. Unter anderem erhält dadurch parallel zur Kompetenzbewertung wieder eine Benotung Einzug. Die Punktebewertung wird progressiv für alle Ausbildungen (DT, DAP und CCP) eingeführt. Es gelten auch neue Bedingungen für eine Verlängerung der Ausbildungsdauer. Wenn ein Schüler ein zusätzliches Jahr braucht, um seine Ausbildung abzuschließen, ist das ohne weitere Schwierigkeiten möglich. Für ein weiteres Jahr darüber hinaus muss der „patron-formateur“ seine Zustimmung geben. Die Reform schafft auch die Möglichkeit, parallel zum jeweiligen Job eine Ausbildung zu absolvieren.

„Stage“-Verkürzung

Heute soll das Parlament über die Verkürzung des Referendariats befinden. Der „Stage“ für angehende Lehrer wird damit auf zwei Jahre festgelegt. Wenn angehende Grundschullehrer vor „Stage“-Antritt nachweisen können, dass sie über eine Gesamtdauer von mindestens 16 Wochen praktische Erfahrung gesammelt haben, kann das Referendariat auf ein Jahr verkürzt werden. Auch für Berufsanfänger im Sekundarschulwesen sind gewisse Freistellungen und eine Reduzierung der „Stage“-Zeit möglich.