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Ausspannen oder etwas erleben: Was tun am 1. Januar?

Amüsier-Zwang zum Jahresausklang: Zwischen Fondue-Essen und Feuerwerk-Gucken, Bleigießen und Böllern, Theater-Abend oder TV-Marathon fühlt sich mancher - wenn auch sektselig - aufgerieben. Doch dem Silvester-Stress folgt die erfreuliche Neujahrs-Erholung.

Ausschlafen, entspannen und nachdenken

Ein Lob auf den 1. Januar: Hier erstmal fünf Gründe, warum der erste Tag des Jahres vielleicht auch der beste ist.

Erstens: Am 1.1. herrschen Freiheit und Selbstbestimmtheit. Anders als beim 31.12. fragt einen praktisch niemand „Was machst du eigentlich Neujahr?“. Der Erlebnisdruck ist an diesem Tag relativ gering. Der Neujahrstag birgt demnach echtes Erholungspotenzial.

Zweitens: Man wird in Ruhe gelassen. Kaum jemand ruft einen am Neujahrstag an oder schreibt eine E-Mail oder Nachricht. Verständnis allerorten, dass sich alle zurückziehen und gern zu Hause bleiben. Der Neujahrstag ist zudem für viele Menschen mit langem Ausschlafen verbunden. Für manche ist es aber auch ein Tag des Aufräumens nach der Feier vom Vorabend, während andere nach dem Aufwachen wiederum mit einem Kater zu kämpfen haben. Wieder andere denken über die Vorsätze nach, die sie am Vorabend gefasst und ausposaunt haben - oder versuchen, sich an sie zu erinnern.

Drittens: Draußen herrscht die Ruhe nach dem Silvester-Sturm: Nur Knallkörper-Nachzügler stören die Stille, Böllermatsch und Raketenstäbe liegen herum, Sektflaschen stehen in der Gegend. Es heiß aufräumen, und zwar nicht nur zu Hause oder auf den Straßen, sondern auch im Kopf. Der Neujahrstag kann ein Tag von Hoffnung, Erwartung, Neustart und freudigen Fragen sein: Wie wird dieses Jahr werden? Welche Pläne werden sich in die Tat umsetzen lassen? Worauf werde ich verzichten müssen?

Viertens: Im Fernsehen weiß man, was man bekommt, zum Beispiel das berühmte Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, Neujahrsspringen aus Garmisch-Partenkirchen und am Abend „Traumschiff“ und „Tatort“.

Fünftens: Alle Vorsätze für das neue Jahr sind noch frisch und deshalb ungebrochen. Das fühlt sich erfolgreich an. Neujahr kann ein guter Tag des Nachdenkens sein. Viele existenzielle Fragen des Lebens können einem dabei durch den Kopf jagen: Welche unerledigten Dinge aus dem vergangenen Jahr will ich zu Ende bringen? Welche Fehler aus der Vergangenheit will ich im neuen Jahr vermeiden? Welche Ziele sollen Vorrang haben? In welcher Haltung möchte ich am Ende des neuen Jahres auf diese zwölf Monate zurückblicken? Werde ich dann sagen können: „Dieses Jahr war ein gutes Jahr!“?

Fazit: Der Neujahrstag birgt natürlich auch Gefahren. Psychologen warnen, dass die Vitalität des Neujahrstages rasch verfliegen könne, es gefühlt nach dem ersten Tag des Jahres nur bergab gehe. Viele Menschen sagten bereits nach kurzer Zeit: „Der Alltag hat mich schnell wieder eingeholt!“.

Tipp: Den Neujahrstag von hochfliegenden Plänen freihalten und bodenständig gestalten, als Vorbild fürs weitere Jahr.

Oder doch lieber was losmachen

Auch wenn es am 1. Januar allgemein überall ruhiger ist, gilt: Wer doch lieber irgendetwas unternimmt, statt faul zuhause zu hocken, findet auch was Passendes. Wie wäre es beispielsweise mit etwas Winterzauber? Genau das wird nämlich täglich noch bis zum 5. Januar in Munshausen geboten, demnach auch am ersten Tag des neuen Jahres. Von 10.00 bis 17.00 bieten Animateure im Freilichtmuseum Robbesscheier spezielle Aktivitäten rundum das Thema Winterzauber.

Unvergesslicher Tag im Freilichtmuseum Robbesscheier

Die Besucher können dort aus Naturmaterialien eine Winterdekoration anfertigen. In der Backstube im Tagelöhnerhaus wird Weihnachtsgebäck und „Chrëschtkëndel“ hergestellt. In der Keramik kann aus Ton ein Engel oder sonstige Kunst modelliert werden, derweil im Holzatelier das Ardennerpferd verewigt wird und im Kerzenatelier Kerzen aus Bienenwachs gerollt werden. Zudem bietet das Freilichtmuseum Kutschenfahrten mit den Ardennerpferden, Eselreiten und Tiere füttern. Möglich sind zudem ein Besuch des Museumsladens sowie die Besichtigung der Wassermühle in Enscheringen oder der Brauerei in Heinerscheid. Hierzu muss man sich allerdings im Vorfeld anmelden.
Info: Tourist Center Robbesscheier, 1, Frummeschgaass,
L-9766 Munshausen, Tel.: 92 17 45-1,
E-Mail: info@destination-clervaux.lu, www.destination-clervaux.lu