LUXEMBURG
LJ

Umweltministerin Carole Dieschbourg in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von Max Hahn

Seinen Informationen zufolge seien die Kapazitäten der regionalen Deponien zwecks Aufnahme von Bauschutt nicht ausreichend, um mit der Entwicklung im Bausektor Schritt zu halten, hält der DP-Südparlamentarier Max Hahn in einer parlamentarischen Anfrage an Umweltministerin Carole Dieschbourg („déi gréng“) fest. In ihrem Koalitionsabkommen hatte die Regierung angekündigt, den „Plan directeur sectoriel décharges pour déchets inertes“ zu überarbeiten und zu evaluieren. Hahn möchte Aufschluss haben, wo man nun stehe und wie weit man mit der vom Umweltministerium angekündigten Studie über die Schaffung von neuen Deponien sei.

In der nun vorliegenden Antwort weist die Umweltministerin darauf hin, dass das Netz der regionalen Bauschuttdeponien derzeit elf Standorte zählt, und zwar vier Schuttabladeplätze, zwei Erddämme und fünf Steinbrüche.

Die von Hahn angeführte Studie werde vorgestellt werden, wenn der Regierungsrat den „Plan national de gestion des déchêts et des ressources“ (PNGDR) und das dieszügliche großherzogliche Reglement verabschiedet habe, teilt Dieschbourg weiter mit. Was nun die Suche nach neuen Bauschuttdeponien anbelangt, weist die Umweltministerin darauf hin, dass in der Studie 15 zusätzliche Standorte angeführt werden.

Mit allen betroffenen öffentlichen und privaten Akteuren sei die Umweltverwaltung derzeit damit beschäftigt, verschiedene Dossiers zusammenzustellen. Derzeit seien ein neuer Standort und vier Erweiterungen bestehender Deponien in der Ausarbeitung, teilt Ministerin Dieschbourg weiter mit.

Was die regionale Verteilung der Bauschutthalden betrifft, so weist Dieschbourg darauf hin, dass zahlreiche Lastwagen mit Bauschutt oft weite Wege zwischen den einzelnen Baustellen und den Deponien zurücklegen müssen. Im PNGDR werden neun Regionen für das Großherzogtum festgehalten. Der Plan verfolge das Ziel, dass es in jeder Region wenigstens eine Bauschuttdeponie gibt. So soll eine bessere Zugänglichkeit der Bauschutthalten gewährleistet werden. LJ