LUXEMBURGPATRICK VERSALL

Queensrÿche-Sänger Todd La Torre im Gespräch

Die juristischen Grabenkämpfe mit ihrem einstigen Sänger Geoff Tate gehören der Vergangenheit an (siehe Kasten): Die Band sei definitiv in einer besseren Verfassung, erklärt Tates Nachfolger Todd La Torre und ergänzt, dass man dies auch aus dem Material des 2013er Albums „Queensrÿche“ sowie aus den neuen Titeln, die demnächst auf Platte gepresst werden, heraushören könne. La Torre und Parker Lundgren sowie die drei Gründungsmitglieder Michael Wilton, Scott Rockenfield und Eddie Jackson treten heute Abend im Rahmen der Rock Classics in Befort auf, um ihre Erfolge wie „Operation:Mindcrime“, „I am I“ oder „Silent Lucidity“ zu interpretieren.

Aber selbstverständlich auch die Kompositionen des aktuellen, selbst betitelten Albums, mit dem die Truppe um La Torre vor zwei Jahren ein grandioses Comeback feierte. Die elf neuen Titel sind auf Anhieb als typische Queensrÿche-Werke zu identifizieren. Auch ein Titel wie zum Beispiel „In this light“, ein Stück, das die Mitglieder komplett zu Ende geschrieben haben, bevor es ins Studio ging , und dessen leichter Sound jenem von modernen Alternativ-Rock-Kompositionen ähnelt. La Torre und seine vier Kollegen sind der Meinung, dass die Hörer die Titel auch anhand des speziellen Kompositionsstils erkennen, den die Band pflegt.

Seinen Beitrag zum typischen Queensrÿche-Sound hat auf dem aktuellen Album Produzent ebenfalls James Barton geliefert, der in der Vergangenheit schon des Öfteren mit den Musikern aus Seattle zusammengearbeitet hat und die Titel auf dem aktuellen Album koproduzierte. Da Barton bereits mit ihnen zusammengearbeitet habe, schaffe er es natürlich, einzelne Töne im Studio hinzubekommen, die sie bereits auf früheren Werken benutzt hätten, erklärt der Frontsänger die gute Zusammenarbeit mit ihrem Produzenten und fügt hinzu, dass man auch aufgrund dieser Zusammenarbeit es wahrscheinlich geschafft habe, eine gewisse Kontinuität herzustellen.

Fester Bestandteil

Streicher und orchestrale Arrangements sind fester Bestandteil der meisten Queensrÿche-Produktionen. Es seien wunderbare Instrumente, mit denen man sich musikalisch ausdrücken könne und die ihnen ermöglichen würden, mit den Standardinstrumenten zu brechen, betont La Torre. „Wieso sollen wir uns den engen Grenzen unterwerfen, die uns unsere Standardinstrumente auf der Bühne stecken?“

Mit Sounds experimentieren die fünf Musiker gerne im Studio, das Ergebnis sind kleine, kurze Soundmomente wie „X2“ oder „Midnight Lullaby“, die für La Torre keineswegs Album-Füller sind. Sie würden keine Füller produzieren, unterstreicht der Frontsänger, musikalisch, wie auch konzeptuell müsse jede Komposition einen Zweck erfüllen.

„‚Midnight Lullaby‘ zum Beispiel ist das Prequel des darauffolgenden Titels“, betont der US-Amerikaner. Vor dem Schloss servieren die fünf Musiker aus Seattle unveröffentlichtes Material: „Auf den Konzerten spielen wir ‚Arrow Of Time‘ vom kommenden Album.“


Queensrÿche treten heute Abend

um 20.20 auf - queensrycheofficial.com