„Ich habe mit dem Kapitel luxemburgische Innenpolitik abgeschlossen“, verriet der derzeit besonders viel beschäftigte EU-Kommissionschef gestern dem Wort, „es wird also keinen Juncker mehr in der luxemburgischen Innenpolitik geben“. Klare Ansage also. Aber hat nicht mal jemand „never say never“ gesagt?
Der Stachel der Vorgänge vom Oktober 2013 sitzt beim einstigen Premier jedenfalls noch tief: „Ich erinnere nur daran, dass er mit 37 Prozent der Stimmen Premierminister wurde und ich es mit 34 Prozent in Luxemburg nicht bleiben durfte“, bedauert er mit Blick auf Griechen-Chef Tsipras, mit dem er mal laut eigenen Aussagen in einem rezenten „Spiegel“-Interview geschäkert hatte, dass er - Juncker - mit dem Syriza-Programm in Hellas 80 Prozent der Stimmen geholt hatte. Mindestens natürlich. „Wenn es in Luxemburg das griechische Wahlsystem gäbe, könnte die CSV mit absoluter Mehrheit regieren“, unterstreicht der gewesene Oppositionsboss ferner. Eine Vorstellung, bei der sich so mancher trotz derzeitiger Backofen-Temperaturen so richtig schaudern dürfte. Aber Spaß beiseite. Die luxemburgische Regierung und Juncker werden in den kommenden Monaten viel zu tun haben um gar schauderliche Tragödien in Europa zu vermeiden. Wir wünschen allen Beteiligten ein glückliches Händchen.


