LUXEMBURG
SVEN WOHL

Der Andrang bei den Badegewässern bringt Sicherheitskräfte nicht ins Schwitzen

Zehn Personen konnten von den Rettungsdiensten seit 2014 im Stausee im Land gerettet werden. In der gleichen Zeit seien acht Personen ertrunken. Bei den Baggerweiern in Remerschen sind in diesem Zeitraum dagegen drei Personen ertrunken, während eine Person von den Rettungsdiensten des CGDIS vor einem ähnlichen Schicksal bewahrt werden konnte. Dabei finden nicht alle Vorfälle während der aktiven Besetzung des „Poste de Secours“ statt. Tatsächlich wurde eine Person während der Besetzung gerettet, während vier in dieser Zeit seit 2014 gestorben sind. Der Posten ist nicht außerhalb der Saison, welche vom 15. Mai bis zum 15. September andauert oder zwischen 19.00 und 9.00 besetzt.

Kein besonderer Ansturm

Diese Zahlen veröffentlichten Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) und der Minister für innere Sicherheit, Henri Kox (déi gréng), im Rahmen einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der beiden DP-Abgeordneten Max Hahn und Claude Lamberty. Diese beschrieben in ihrer Anfrage einen wachsenden Andrang auf die heimischen Badegewässer aufgrund der „Vakanz Doheem“, die sich pandemiebedingt eines großen Erfolges erfreuen würde. Doch damit wachse auch der Druck auf die Sicherheitslage an den Badegewässern, so die Sorge der Abgeordneten.
Während der Dienstzeit seien am Stausee drei Rettungstaucher aktiv, schreiben die Minister. Dies sei unter anderem nötig, da der See relativ schnell sehr tief wird. Ein üblicher Rettungsschwimmer sei nur trainiert, bis auf gewisse Tiefen eingreifen zu können.

Was einen möglichen größeren Andrang anbelangt, wissen die Minister zu beruhigen. „Déi lescht Woche ware wéinst dem gudde Wieder relativ vill Leit um Stauséi, awer och net méi wéi an der Vergaangenheet ausserhalb vun der Pandemie“, liest man in der Antwort. Bei gutem Wetter erwartet man sich viele Besucher, doch es sei daran erinnert, dass aufgrund der Reservierungspflicht an den Wochenenden die Anstürme gedeckelt sein dürften.

In den vergangenen Wochen konnte der CGDIS  die Herausforderungen des Stausees meistern. Falls der Bedarf bestehe, könnte der Bestand an Rettungstauchern, welcher sich aus Freiwilligen zusammensetzt, entsprechend erhöht werden. Die Überwachung der Schwimmer beim Baggerweier in Remerschen fällt weiter in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Schengen. Hier kann jedoch vorgesehen werden, dass die tägliche Besucherzahl auf 2.000 begrenzt wird. Auch die Polizei kann im Rahmen von Kontrollen einen größeren Zugang zum Gelände erhalten. Die Polizei kann Tag und Nacht Kontrollen durchführen, wobei jeder verdächtige Elemente melden kann.

Die Polizei ist nicht nur bei den Baggerweiern aktiv sondern fährt auch den Stausee an. Dies, um beispielsweise die Einschränkungen durch die Pandemieregeln umzusetzen. Auch gibt es größere Kontrollen, bei denen Drogenhunde eingesetz werden. Ebenfalls kontrolliert werden natürlich illegale Partys, die außerhalb der Öffnungszeiten stattfinden. Die zuständigen Gemeinden können ihrerseits ebenso Maßnahmen ergreifen, wie etwa die Parkings-Anlagen außerhalb der Öffnungszeiten abzuriegeln.