LUXEMBURG
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Zum Patronatsfest: Zoll- und Steuerverwaltung zieht Arbeitsbilanz der letzten Monate

Zusammen mit dem Direktor der Zollverwaltung, Alain Bellot, zog der zuständigen Finanzminister Pierre Gramegna im Rahmen der Feierlichkeiten zum Patronatsfest zu Ehren des Heiligen Matthäus eine Arbeitsbilanz der Zollverwaltung.

„Das Patronatsfest ist eine gute Gelegenheit, das Arbeitsfeld einmal zu beleuchten, da man den Zoll aktuell eben nicht mehr so oft draußen sieht“, sagt der Minister. Nur noch der Findel stelle da eine zu kontrollierende Grenze dar.

Im Steuerbereich, in der Sicherheit und gegen die Geldwäsche komme der Zoll maßgeblich zum Einsatz. 1,6 Milliarden Euro werden wohl über die Steuereinnahmen 2017 in die Staatskasse fließen, „der Zoll spielt hier eine wichtige Rolle bezüglich unseres Staatshaushalts“, sagte Gramegna. Steuerzahlungen können übrigens mittlerweile auch mit Digicash bezahlt werden, „dies zeigt, wie modern wir hier sind“, sagte Gramegna.

„Cash“ war besonders aktiv

Doch der Zoll sei auch nah am Bürger, suchen die Beamten doch nach Waren, die die Öffentlichkeit gefährden könnten - falsche Zigaretten nannte hier der Minister als Beispiel. „Oder gefälschte und gefährliche Spielwaren.“

Aber auch in der Arbeitswelt ist der Zoll mit Kontrollen aktiv, ebenso wie bei den sogenannten „Küchenkontrollen“, in den letzten Monaten waren es mehr als 800, sagte Gramegna.

3.839 Übertretungen im internationalen Transportverkehr wurden vom Zoll festgestellt, darunter 1.001 Verstöße bezüglich der Fahrzeiten im Bereich des Last- und Transportverkehrs.

1,8 Tonnen Drogen wurden sichergestellt. Erst Ende August wurden rund 77,4 Kilo Marihuana aus dem Verkehr gezogen. Marktwert: 650.000 Euro. Auch im Bereich der Terror-Gefahrabwehr zeigte der Zoll in den letzten Monaten zusammen mit den anderen Sicherheitsbehörden extreme Präsenz.

Im Bereich der Geldwäsche ist der Zoll sehr aktiv - und erfolgreich, hat doch alleine der Diensthund „Cash“ in diesem Jahr schon über eine halbe Million Euro mit seiner Hundeführerin Carole bei Personen erschnüffelt, die dieses Geld nicht ordnungsgemäß angemeldet haben.

Hierfür bekam „Cash“ übrigens einen besonders großen Knochen aus Ministerhand.

Bei diesem „Maß an Kontrollen zeigt sich, dass der Zoll personell gut aufgestellt ist", sagte Gramegna.