LUXEMBURG
JK

Großherzogin stellt internationales Forum „Stand Speak Rise Up!“ gegen Vergewaltigung vor

Zusammen mit der „Dr. Denis Mukwege Foundation“ und der Nichtregierungsorganisation „We are not Weapons of War“ (WWOW) wird bekanntlich auf Initiative von Großherzogin Maria Teresa das internationale Forum „Stand Speak Rise Up!“abgehalten. Dieses Forum, das unter der Schirmherrschaft der „Fondation du Grand-Duc et de la Grande-Duchesse“ am 26. und 27. März im „European Convention Center“ in Luxemburg-Kirchberg organisiert wird, wurde gestern Nachmittag auf einer Pressekonferenz im Palais von der Großherzogin und Dr Denis Mukwege und Céline Bardet (WWOW) vorgestellt.

Gleich drei Friedensnobelpreisträgerunter den Teilnehmern

Der Vergewaltigung als Kriegswaffe und der sexuellen Gewalt gegen Frauen in Krisenzonen soll endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Deshalb werden in Luxemburg zahlreiche Akteure der internationalen Gemeinschaft des Kampfes gegen die sexuellen Gewalttätigkeiten, an die 40 Überlebende von Vergewaltigung sowie Vertreter zahlreicher internationaler und nationaler Organisationen erwartet. Gleich drei Friedensnobelpreisträger, Dr Denis Mukwege, Nadia Murat und Professor Muhammad Yunus, werden bei dem von Großherzogin Maria Teresa initiierten Forum Ende März in Luxemburg mit von der Partie sein. Als namhafte Redner erwartet werden unter anderem Pramilla Patten, Sondervertreterin des Generalsekretariats der Vereinten Nationen in Sachen sexuelle Gewalttätigkeiten in Konflikten, Lord Ahmad of Wimbledon, Sondervertreter des britischen Premierministers in Sachen sexuelle Gewalt, Peter Mauer, Präsident des Internationalen Rot Kreuz-Komitees, sowie Jean-Christophe Rufin, Schriftsteller und Mitglied der „Académie française“.

Eine Waffe des Krieges, des Terrorsund der Unterwerfung

Dieses Forum behandelt eines der Hauptprobleme von bewaffneten Konflikten: die Vergewaltigung als Waffe des Krieges, des Terrors und der Unterwerfung. Frauen stehen normalerweise nicht in der ersten Linie an der Front, sie sind aber die ersten zivilen Opfer der Kriege und des Terrorismus und sie sind oft „strategische Ziele“, wie mehrfach auf der Pressekonferenz unterstrichen wurde.

Auf Wunsch von Großherzogin Maria Teresa wurden die Überlebenden von sexueller Gewalt in Krisengebieten in den Mittelpunkt der internationalen Tagung gestellt. Über 40 Opfer von sexueller Gewalt werden in Luxemburg Ende März dabei sein. Ganz besonders am Herzen liegt der Großherzogin, dass die Opfer, also die ersten Betroffenen, auch die ersten sein werden, die über das Erlebte berichten und sprechen werden.

Initiative im vergangenen Jahr gegründet

Die Initiative „Stand Speak Rise Up!“ wurde ins Leben gerufen, nachdem 2018 auf Initiative der „Dr. Denis Mugwege Foundation“ die internationale Bewegung der Überlebenden von sexueller Gewalt gegründet worden war. Dieser Bewegung sind um die 20 Opfervereinigungen angegliedert. Partnerin der Initiative ist die Juristin Céline Bardet, die die französische ONG „We are not Weapons of War“ ins Leben rief.

Zusammen mit einflussreichen Vertretern der Zivilgesellschaft möchte die Großherzogin die Causa der Überlebenden von sexueller Gewalt in Krisenregionen und ihre Anprangerung der Vergewaltigung als Kriegswaffe verstärkt in den Mittelpunkt stellen und zum Konferenzauftakt einen Aufruf für eine verstärkte Unterstützung des Kampfes gegen sexuelle Gewalt in den Krisengebieten starten.

Das internationale Forum „Stand Speak Rise Up!“ wird von der luxemburgischen Regierung unterstützt und unter Mitwirkung von „Women’s Forum for the Economy & Society“ organisiert.