LUXEMBURG
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Corona: Die Hauptstadt dezentralisiert und entzerrt die „Winterlights“

Genau genommen ist die Sache noch nicht in trockenen Tüchern. Sollte sich die Corona/Covid-Situation dramatisch verschlechtern, muss die Stadt doch noch die Notbremse ziehen. Aber nach dem derzeitigen Stand gibt es auch im Katastrophenjahr 2020 einen Weihnachtsmarkt, die „Winterlights,“ in der Hauptstadt. Dies ist das zentrale Ergebnis des City-Breakfast von gestern Morgen, zu dem Bürgermeisterin Lydie Polfer und die Schöffen Serge Wilmes und Patrick Goldschmidt eingeladen hatten.

Alte und neu Standorte

Schon in den letzten Jahren war der Weihnachtsmarkt dezentralisiert worden. In diesem Jahr kommen noch zwei weitere Festplätze hinzu, der neue Platz „Royal Hamilius“ vor dem historischen „Aldringer“-Postgebäude und Teile der Grand-Rue.  Daneben bestehen die bisherigen Weihnachtsmarktplätze  Place d‘Armes, der Verfassungsplatz unter der „Gëlle Frau“, der Theaterplatz, am Roude Pëtz und die Rue de Strasbourg im Bahnhofsviertel. Allein der Pariser Platz fällt in diesem Jahr dem Trambahnbau zum Opfer.

Außerdem wird der Zeitrahmen der „Winterlights“ gestreckt. Das Fest dauert vom 20. November bis zum 3. Januar 2021. Die Weihnachtsmärkte sind täglich (außer am 24. und 25. 12.) von 11.00 bis 21.00 geöffnet; freitags und samstags eine Stunde länger.

Feststimmung in der ganzen Stadt

Bürgermeisterin Polfer betonte, dass alle 24 Viertel der Stadt während dieser Zeit weihnachtlich geschmückt sein werden. Die Weihnachtsbeleuchtung soll von morgens früh um 6.00 bis 1.00 in der Nacht für eine heimelige Stimmung sorgen.

Das Ganze funktioniert natürlich nur unter Beachtung der Corona-Regeln. Wie schon bei der hauptstädtischen Braderie wird es weder Essen noch Getränke an Ständen zum Mitnehmen geben. Ausnahme gibt es nur für „süß-kalte“ Produkte, wie Süßwaren, Schokofrüchte etc.

Kein „Take-away“

Es herrscht Ess- und Trinkverbot im Freien. Das gastronomische Angebot konzentriert sich auf „Terrassen“ oder Zelte, in denen die Besucher an Tischen sitzen und ihre Bestellung aufgeben können.  An allen Standorten des Weihnachtsmarktes gilt eine durchgehende Maskenpflicht – mit Ausnahme der „Terrassen“.  Beim Betreten des jeweiligen Standortes sind auch die Hände zu desinfizieren.
Auf dem „Knuedler“ vor dem Rathaus  wird es wieder eine Eislaufbahn geben. Die Fläche wurde völlig neu gestaltet, und um größere Abstände  zu ermöglichen, wird auch die Fläche der Eisbahn deutlich vergrößert werden.

Konzerte und andere traditionelle Veranstaltungen am Kiosk auf der Place d‘Armes können aufgrund der aktuellen Situation nicht stattfinden. Deshalb plant die Stadt ein alternatives Veranstaltungsprogramm.

Wochenmarkt geht weiter

Während der gesamten Dauer der „Winterlights“ wird der Wochenmarkt wie gewohnt mittwochs und samstags von 8.00 bis 14.00 auf dem Knuedler/Place Guillaume II stattfinden.

Weitere Details sollen in einer gesonderten Pressekonferenz Mitte November bekannt gemacht werden.