LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Die Berufsfeuerwehr der Stadt Luxemburg sagt „Ja, aber...“ zur Reform der Rettungsdienste

Insgesamt musste die Berufsfeuerwehr der Stadt Luxemburg im vergangenen Jahr 16.603 Einsätze bewältigen: Davon waren 14.688 (oder 88,5%) Ambulanzeinsätze für Krankentransporte oder Eildienste, 1.490 (oder 9%) Bergungs- und Rettungseinsätze und 425 (oder 2,5%) Brandeinsätze. Diese Zahlen wurden gestern Vormittag auf der traditionellen Bilanzpressekonferenz der Berufsfeuerwehr der Stadt Luxemburg mitgeteilt.

Zwei Sorgen

Der zuständigen Schöffin Simone Beissel zufolge hat die Berufsfeuerwehr der Stadt Luxemburg derzeit „zwei große Sorgen“: Der im „Ban de Gasperich“ vorgesehene Neubau der Feuerwehrkaserne sowie geplante Reform des Rettungswesens.Was die Feuerwehrkaserne, die „unbedingt gebaut werden muss“, so teilte Simone Beissel mit, dass das definitive Vorprojekt gleich nach den Sommerferien auf den Instanzenweg geschickt werden soll.

Mehr könne die Stadt Luxemburg derzeit nicht tun. Allerdings müsste von staatlicher Seite endlich Klartext geredet werden, „wer was zu welchen Bedingungen machen soll“. Auch in Sachen Finanzierung bestehe noch Klärungsbedarf;
eine Zusammenkunft mit dem Minister sei angefragt. Da immerhin 125 Millionen Euro auf dem Spiel stehen, müsste
die Stadt Luxemburg schon eine
gewisse „Planungssicherheit haben“, so
Simone Beissel.

Niemand stellt Reform in Frage

Was nun die viel diskutierte Reform des Rettungswesens betrifft, so meinte Simone Beissel, „prinzipiell sei jeder überzeugt, dass die Reform kommen muss“. Allerdings sorge man sich bei der Stadt Luxemburg, ob das hohe Niveau der Interventionen und der Qualität, die derzeit bei der Berufsfeuerwehr Standard, gehalten werden können.

Die Stadt Luxemburg wolle Partner bei dieser Reform sein, allerdings nicht zu jedem Preis. So dürfte der Service am Bürger nicht in Frage gestellt werden. Von den staatlichen Instanzen forderte die Stadtschöffin, dass endlich Nägeln mit Köpfen gemacht werden.

2012 führte die Berufsfeuerwehr der Stadt Luxemburg insgesamt 1.548 Brand-und Rettungseinsätze auf dem Stadtgebiet durch, die meisten im Stadtzentrum(214), gefolgt vom Stadtviertel Bahnhof (185) und dem Viertel Bonneweg (135). 127 Einsätze bei Unfällen auf den Autobahnen wurden im vergangenen Jahr von der Berufsfeuerwehr der Stadt Luxemburg registriert.

235.029 km zurückgelegt

Insgesamt 10.921 Ambulanzeinsätze wurden 2012 von der Berufsfeuerwehr der Stadt Luxemburg auf dem Stadtgebiet gefahren, die meisten im Bahnhofsviertel (1.763), gefolgt von Bonneweg (1.451) und dem Stadtzentrum (1.254). Hinzu gesellen sich noch 3.767 Ambulanzeinsätze außerhalb der Stadt Luxemburg, wobei die Ortschaften Strassen (538), Howald (488) und Niederanven (279) die „Spitzenpositionen“ belegen.

Die Wagen der Berufsfeuerwehr
der Stadt Luxemburg legten im vergangenen Jahr nicht weniger als 235.029
km zurück. 186 Personen - 20 Personen im „Cadre dirigeant“, 159 Feuerwehrmänner und sieben Personen in der Verwaltung - waren am 31. Dezember
2012 bei der Berufsfeuerwehr der
Stadt Luxemburg beschäftigt und
gewährleisten die Sicherheit der Bürger der Stadt Luxemburg.