LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

Luxemburgische Fassung von „Ooops! Noah is Gone“ kommt morgen in die Kinos

Die in Kehlen ansässige Fabrique d’Images produziert seit 2002 Animationsfilme. Mit „Ooops! Noah is Gone“ von Toby Genkel und Sean McCormack realisierte das Studio seinen ersten abendfüllenden Animationsfilm. Mit der finanziellen Hilfe des luxemburgischen Film Funds konnte die irisch-belgisch-deutsch-luxemburgische Koproduktion auf Luxemburgisch synchronisiert werden. Diese Synchronfassung, „Ooops! De Noah ass fort“, wurde in den Studios von Jang Linster hergestellt und stand bereits während des Luxembourg City Festival auf dem Programm. Am vergangenen Wochenende feierte die übersetzte Fassung offiziell seine luxemburgische Premiere im „Utopolis“, dies im Beisein des Kreativteams und des Koregisseurs Sean McCormack, der in Irland auf die Welt kam. Der Film läuft ab morgen in unseren Kinos.

Luxemburgische Namen

Dave und sein Sohn Finny sind Fantasietiere, die sich Nestrians, auf Luxemburgisch „Naschti“ nennen. Als die Sintflut kommt und droht, die gesamte Tierwelt zu vernichten, machen beide sich auf den Weg zur Arche. Der König der Tiere, ein Löwe, hat das Kommando über das rettende Schiff vom Erbauer Noah übertragen bekommen. Nur muss man auf der Liste stehen, um an Bord zu gelangen, und da stehen die Namen der Nestrians nicht drauf. Dave kommt auf die Idee, sich als Grimms, also Füchse, zu verkleiden und sich Hazel und ihrer Tochter Leah anzuschließen. Und sein Plan geht auf.

Weil Leah die Flut mit eigenen Augen sehen will, schleicht sie sich in Begleitung von Finny aufs Deck. Als sie von einem Gorilla verfolgt werden, stehen sie plötzlich auf dem Gerüst, das die Arche umgibt, gerade als diese von den Wassermassen erfasst wird. Zwei gierige Fledermäuse, die Griffins, schnappen sich die beiden und wollen sie fressen. Leah und Finny entkommen und begegnen dem riesigen Obesy - Mobesy auf Luxemburgisch -, der wie ein Wal aussieht, und seinem an ihn angewachsenen Begleiter, dem Einsiedlerkrebs Stayput, auf Luxemburgisch „Nerve“. Zusammen machen sie sich auf den Weg auf einen Berg. Währenddem realisieren Hazel und Dave, dass ihre Kinder verschwunden sind und wollen den Löwen zur Umkehr überzeugen.

Anachronismen und Videospiele

Der Film wird durch seine vielen Anachronismen auch Erwachsene ansprechen: Dave hat einen Koffer, die Arche sieht wie eine Urfassung der Titanic aus, auf der es eine Lautsprecheranlage gibt. Sie verstehen diese Gags eher als die Kinder, die sich in erster Linie an den Abenteuern von Leah und Finny ergötzen. Einige Figuren ähneln jenen aus „The Lion King“ oder „Madagascar“ und es gibt einige lustige Einfälle mit Motiven aus Videospielen, wie „Tetris“ oder „Super Mario“.

Der Film wurde unter anderem von Shayan Monadjemi (Finny), Simon Laroche (Dave), Suzy Lentz (Hazel), Myriam Jander (Leah oder Lia), Jules Werner (Löwe) und Fausti (Nerve) synchronisiert. Die Originalfassung wird am 27. September während des kommenden Festivals „British & Irish Film Season“ zu sehen sein.