LUXEMBURG
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„MemoShoah asbl“ mit dem „Prix René Oppenheimer 2016“ ausgezeichnet

Erinnerung als Pflicht: Für ihr Engagement und ihre Initiativen, die zur Verewigung der jüdischen Erinnerung beigetragen haben, wurde der „MemoShoah asbl“ gestern Abend der „Prix René Oppenheimer 2016“ von der „Fondation René Oppenheimer“ ausgehändigt. Die diesbezügliche Feierstunde fand im Festsaal des Zentrums der FNEL („Fédération nationale des éclaireurs et éclaireuses du Luxembourg“) in Luxemburg-Cents statt.

Zur Aufarbeitung und zum Verständnis der „Shoah“ betragen

Die Vereinigung „MemoShoah“ wurde von einer Gruppe engagierter, geschichtsinteressierter Bürger ins Leben gerufen, mit dem Ziel, unabhängig von politischen oder religiösen Hintergründen Projekte und Initiativen zu organisieren und zu unterstützen, die zur Aufarbeitung und zum Verständnis der „Shoah“ (dem nationalsozialistischen Völkermord an den Juden Europas ) beitragen - insbesondere im Hinblick auf die Opfer aus Luxemburg.

In Erinnerung an deren schreckliches Schicksal unter der Naziherrschaft von 1940 bis 1945, will „MemoShoah Luxembourg asbl“ sensibilisieren und informieren, wobei auch den unschuldigen Opfern anderer Völkermorde und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die weiterhin stattfinden, gedacht werden soll.

Die Prioritäten der „MemoShoah“

Zu den Prioritäten der „MemoShoah asbl“ gehören unter anderen:

- Das Schaffen einer Begegnungs- und Gedenkstätte im Kloster Cinqfontaines (Fünfbrunnen), das von den Nationalsozialisten in ein Internierungslager für Juden umgewandelt worden war. Von dort aus wurden Hunderte von Opfern - zum Großteil Alte und Kranke - in die Ghettos und Vernichtungslager in Osteuropa transportiert.

- Das Errichten eines nationalen Memorials für die Opfer der Shoah, eines Ortes der Erinnerung und Besinnung, an einem geeigneten Standort auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg.

- Das Organisieren und die Unterstützung pädagogischer Projekte, und die Zurverfügungstellung der Wanderausstellung „Between Shade and Darkness - Das Schicksal der Juden Luxemburgs von 1940 bis 1945“ an interessierte Institutionen und Vereinigungen.

- Die Weiterführung historischer Recherchen in Bezug auf den Antisemitismus, die Verfolgung der jüdischen
Mitbürger und die Fragen bezüglich der Verantwortung.