CLAUDE KARGER

Wenn es Andere auch nur unter Zwang tun: Die Koalitionäre geben richtig Butter bei die Fische. Über zehn Jahre, nachdem mit dem Integrativen Verkehrs- und Landesentwicklungskonzept (IVL) ein erster zaghafter Versuch unternommen wurde, Kohärenz und Ordnung in die Landesplanung zu bringen, woraufhin erste Leitpläne ausgearbeitet wurden, die jedoch nicht über die Entwurfsetappe hinauskamen, macht Gambia nun Ernst mit dem Lifting für Luxemburg“, begeisterte sich gestern der „Wort“-Leitartikler. Zurecht weist er darauf hin, dass nun „das VerhältnisStaat/Gemeinden eine neue Gewichtung erhält“ und vorrangig der Nachhaltigkeitsminister noch ordentlich am „Nimby“ nibbeln muss, bis die wichtigen Leitpläne gegessen sind. Wobei die „Nicht in meinem Hinterhof-Mentalität“ vielerorts in Ultra-Stahlbeton gegossen ist. Aber einen Marathonläufer wie Fränz Bausch wird das sicher nicht schrecken. Der regte sich gestern übrigens schrecklich über die deutschen Maut-Faxen auf. Da war er längst nicht der einzige. Der „Trierische Volksfreund“ bezeichnete die verkappte Steuer gar als eine „Art Eintrittsgeld für unsere schöne Republik, die wir unseren Nachbarn aufnötigen“. Da dürfe man sich „über die Camerons dieser Welt“ nicht beklagen. Zwei Möglichkeiten, wenn die EU die CSU-Maut kippt: Entweder Verzicht - oder Mutti kassiert alle ab.