DEN HAAG
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Europol und Partner machen gemeinsam Front gegen Schadsoftware

Seit 2016 gibt es mit nomoreransom.org ein Portal für Opfer von Schadsoftware. Die so genannte „Ransomware“ verschlüsselt Dateien auf Computer oder Smartphone und die Angreifer fordern dann ein Lösegeld für die Wiederentschlüsselung. Zehntausende sind laut der europäischen Polizeibehörde Europol betroffen. Aber es gibt Hilfe: denn auf der mittlerweile in 35 Sprachen verfügbaren Webseite stehen 59 kostenlose Entschlüsselungstools bereit. Sie sind das Resultat der Zusammenarbeit von mittlerweile 129 Partnern, zu denen sich gestern laut einer Pressemitteilung auch Bleeping Computer, Cisco und ESET gesellt haben. Weitere Softwarefirmen wie Microsoft und Symantec unterstützten die Initiative, der ebenfalls 41 Polizeibehörden angehören. Laut Europol konnten die Tools auf der „No more ransom“-Webseite bislang bereits rund 72.000 infizierte Computer entsperren helfen. Allerdings sei es „viel einfacher eine Ransomware-Infektion zu vermeiden, als sie zu bekämpfen“. Das erwähnte Portal ist also auch ein wichtiges Sensibilisierungsinstrument.