LUXEMBURG
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Großherzog Henri weiht Strecke ein

"Wer hätte das gedacht" – mit diesem Satz  begann Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch seine Ansprache anlässlich der Eröffnung des letzten Teilstücks der Nordstraße. Begleitend zu den Worten erschien hinter dem Minister  zunächst ein Porträt dann Bewegtbilder eines jugendlichen grünen Demonstranten, der gegen den Bau Nordstraße wettert – François Bausch irgendwann in den 1990ern.

Bausch erinnerte bei der Eröffnung an die heftigen Diskussionen, die jahrzehntelang um die Nordstraße geführt wurden. Glücklich ist Bausch immer noch nicht mit der gewählten Trassenführung. Die allzu emotionale Diskussion auf Seiten der Gegner und auch der Befürworter habe eine bessere Trassenführung verhindert, so Bausch aus heutiger Sicht.

Damit spielte Bausch auf die immer wieder geänderte Trassenführung an. 1972 war noch eine Westtrasse entlang des Mamertales vorgesehen. Bis zur Verabschiedung des ersten Gesetzes 1997 war die Autobahntrasse nach Osten – mitten in den Grünewald – gewandert. Womit die Strecke vom Kirchberg bis zur Umfahrung Mersch 14,7 Kilometer lang wurde, von denen 7,5 Kilometer durch drei Tunnel und 1,4 Kilometer über mehrere Brücken führen.

710 Millionen Euro kostete die Nordstraße

Durch geologische Schwierigkeiten, Bauverzögerungen und geänderte Rechtsvorschriften verlängerte sich die Bauzeit auf 18 Jahre und die Baukosten stiegen auf 710 Millionen Euro.

Am Mittwoch wurde das letzte 8,8 Millionen Euro teure Teilstück von Großherzog Henri eingeweiht und am Abend für den Verkehr freigegeben. Die Nordstraße ist damit nun durchgehend von Kirchberg bis Ettelbrück befahrbar.