LUXEMBURG/BERLIN/BRÜSSEL
PASCAL STEINWACHS MIT DPA

Zweiter Todesfall in Luxemburg – Inzwischen mehr als 200 Infizierte hierzulande

Ecoles/structures d’accueil

Les mesures en détail

Le gouvernement a décidé de prolonger la période de suspension des activités dans le secteur scolaire et éducatif jusqu'au 19 avril 2020 inclus. Cette décision concerne tous les établissements scolaires et de formation publics et privés ainsi que les structures d'accueil.

La reprise des activités, initialement prévue pour le 30 mars 2020, est reportée au 20 avril 2020, soit le lundi après les vacances de Pâques. 
La Direction de la santé continuera de réévaluer la situation et la date de la reprise pourra être adaptée en fonction de l'évolution de la situation. À ce stade, le calendrier des semaines à venir est adapté comme suit:

Structures d'accueil



Les activités sont suspendues jusqu'au 19 avril 2020 inclus. Les structures d'accueil resteront fermées pendant les vacances de Pâques.



Enseignement fondamental et secondaire



Les activités sont suspendues jusqu'au 3 avril 2020 inclus, veille des vacances de Pâques. Les élèves poursuivront les apprentissages à distance (Schoul doheem) jusqu'au 3 avril.

Comme déjà annoncé le 12 mars dernier, la fin du trimestre scolaire en cours est reportée au 30 avril 2020, soit deux semaines après la fin des vacances de Pâques.



Enseignement fondamental



Les épreuves communes du cycle 4.2 prévues pour la semaine du 16 mars sont reportées à la semaine du 20 avril. Les épreuves communes du cycle 4.2 prévues pour la semaine du 23 mars sont reportées à la semaine du 27 avril.
Les entretiens sur les bilans intermédiaires prévus pour la fin du deuxième trimestre peuvent exceptionnellement avoir lieu jusqu’au 8 mai inclus.



Enseignement secondaire



Les devoirs en classe initialement prévus pour la semaine du 16 mars auront lieu la semaine du 20 avril. Les devoirs en classe prévus pour la semaine du 23 mars sont reportés à la semaine du 27 avril.

Auch gestern ist die Zahl der Covid-19-Infektionen in Luxemburg wieder einmal – wie überall in Europa - stark angestiegen, gibt es (Stand Mittwochmorgen) doch inzwischen 203 bestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus in Luxemburg – 63 Infektionen mehr als am Vortag. Zudem gibt es einen zweiten Todesfall zu beklagen, wobei das Gesundheitsministerium aber keine weiteren Angaben über das Alter oder das Geschlecht des Verstorbenen mitteilte.

Strafen bei Regelbruch

Am Abend trat Premierminister dann noch einmal vor die Presse, nachdem zuvor der Regierungsrat zu einer weiteren außerordentlichen Sitzung zusammengekommen war, um das großherzogliche Reglement, mit dem der Notstand in Luxemburg ausgerufen wird, anzunehmen. Der Notstand trete dann auch umgehend in Kraft, wie Bettel auf einer Pressekonferenz unterstrich, bei der allerdings aus Sicherheitsgründen keine Journalisten anwesend waren, so dass diese ihre Fragen über Internet stellen mussten, die von Presseratspräsidentin Ines Kurschat verlesen wurden.

Der Notstand sei eine absolute Ausnahme und sei zum letzten Mal im Jahre 2008 im Rahmen der weltweiten Finanzkrise ausgerufen worden. Er gelte zunächst einmal für maximal zehn Tage, in denen die Abgeordnetenkammer das Gesetz über den Notstand bestätigen müsse, der dann auf maximal drei Monate verlängert werden könne. Xavier Bettel sprach von einem Rennen gegen das Coronavirus, das wir nicht gewinnen lassen dürften.

Der Staatsminister erklärte dann erneut, dass man nur in Ausnahmefällen das Haus verlassen sollte. Für einen Aufenthalt im Freien gebe es nur drei triftige Gründe, nämlich Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen, dringende medizinische oder andere Termine wahrzunehmen oder zur Arbeit zu fahren, wenn kein Homeoffice möglich sei. Es sei jedoch erlaubt, frische Luft zu schnappen oder sich sportlich zu betätigen, aber nur allein beziehungsweise mit demjenigen, mit dem man zusammenwohne. Enger Kontakt mit beispielsweise Nachbarn oder Freunden sei verboten. Wer sich nicht an die Regeln halte, der werde bestraft: Privatleute müssten bei einer Zuwiderhandlung 145 Euro Strafe zahlen; Geschäfte, Restaurants oder Cafés bis zu 4.000 Euro, eine Geldstrafe, die im Wiederholungsfall verdoppelt werden könne. Einzelheiten sollen heute Vormittag auf einer Pressekonferenz von Polizeiminister François Bausch zu erfahren sein. Abgelaufene Aufenthaltsgenehmigungen oder Visa würden indes bis zur Aufhebung des Notstands gültig bleiben.

„Außergewöhnliche Menschen, die Außergewöhnliches leisten“

Xavier Bettel sprach alsdann von einer schwierigen Situation mit außergewöhnlichen Maßnahmen, aber auch außergewöhnlichen Menschen, die Außergewöhnliches leisten würden, und zwar sowohl Luxemburger als auch Grenzgänger.

Auch warnte der Regierungschef, der an den gesunden Menschenverstand und die Solidarität appellierte, noch einmal vor Hamsterkäufen, die absolut nicht angebracht seien, und nur dazu führen würden, dass diejenigen, die dafür arbeiten würden, dass unsere Gesellschaft funktioniere, abends vor leeren Rängen in den Supermärkten stehen würden.

Schulen nun bis zum 20. April geschlossen

Großes Lob gab es indes für Gesundheitsministerin Paulette Lenert, die im Moment 23 von 24 Stunden dabei sei zu gewährleisten, dass Luxemburg genügend Schutzmasken und anderes benötigtes Material bekomme.

Eine Rückholaktion für sich noch im Ausland befindende Luxemburger – zur Zeit seien noch rund 80.000 EU-Bürger in der ganzen Welt verteilt – sei nicht geplant, aber man versuche hier, sich mit den Nachbarländern zu koordinieren. Auf eine Frage über eine mögliche Überlastung der Server, musste Xavier Bettel zugeben, dass diese wegen dem Home-Schooling und dem „Télétravail“ derzeit an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen würden.

Für eine spezielle Tripartite, wie vom OGBL gefordert, habe er momentan keine Zeit, aber der Arbeitsminister sei immer offen für Gespräche. Auch sei es nicht gerade vorbildlich, wenn sich zum jetzigen Zeitpunkt, wo jeglicher Kontakt vermieden werden sollte, 30 Leute in einem Saal treffen würden. Mit einer Videobotschaft zu Wort meldete sich gestern aber auch Unterrichtsminister Claude Meisch, um solcherart dem Land mitzuteilen, dass für das Abitur neue Fragebögen ausgearbeitet werden, soll im Abschlussexamen doch nun ausschließlich bisher in den ersten drei Viertel des Jahres behandelter Unterrichtsstoff abgefragt werden, um so jedem Schüler die gleiche Chance zu geben. Auch ruft der Minister die Schüler dazu auf, am Lernstoff dranzubleiben, zu Hause zu lernen und über de digitalen Kanäle im Kontakt mit ihren Lehrern und Mitschülern zu bleiben. Die bisherige Bilanz des Home-Schooling fällt Meisch zufolge indes positiv aus.

Am späten Nachmittag wurde dann auch bekannt, dass die Schulen nicht wie zunächst vorgesehen ihre Türen wieder an 30. März öffnen sollen, sondern erst am 20. April, also nach Ostern.

Deutschland weitet Einreisebeschränkungen für EU-Bürger aus

Deutschland weitet seinerseits die bereits an fünf Landesgrenzen geltenden Einreisebeschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Wie gestern Abend mitgeteilt wurde, dürfen auch EU-Bürger künftig nicht mehr per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf aber noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist.

Ausgangsperre für Belgien

Die fast 11,5 Millionen Belgier müssen ihrerseits seit gestern Nachmittag bis einschließlich den 5. April zu Hause bleiben. Die Maßnahme enthält aber, genauso wie in Luxemburg, Ausnahmen: Wege zur Arbeit, zum Einkaufen, für Arztbesuche und Post- oder Bankgeschäfte sind erlaubt. Auch Buch- und Zeitungsläden bleiben geöffnet. Spaziergänge und Sport an der frischen Luft sind sogar angeraten, doch jeweils nur mit einer Begleitperson und im sicheren Abstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen.