PASCAL STEINWACHS

Toll

Toll! Wer gestern Abend das RTL-Fernsehdings einschaltete, der konnte dort noch einmal den „Foreign Affairs - a portrait of Jean Asselborn“-Klassiker über die Abenteuer unseres Außenministers bewundern, bei dem es (wir berichteten) unter anderem darum geht, was „nuclear issue“ auf andere Sprachen heißt, und warum der Asselborn’sche Rasenmäher - von diesem zärtlich mit „Loudervéi“ tituliert - nicht direkt anspringt. Bei seinem alten Spezi Juncker schaute Asselborn im Film natürlich auch vorbei, obwohl dieser ihn in der Vergangenheit ja mit Vorliebe mit Backpfeifen zu begrüßen pflegte. Beim jüngsten „Conseil européen“ (im Asselborn-Streifen übrigens inkorrekt mit „Europarat“ übersetzt) hatte Juncker dann auch erneut für einen kleinen Skandal gesorgt, als er seiner Vize-Protokollchefin in aller Öffentlichkeit durch die Haare wuschelte. „Die Welt“ hat die Frau jetzt auf die Wuschelattacke angesprochen: „Ist doch schön, wenn die Leute so begeistert auf meine Haare reagieren, dass sie sie anfassen wollen.“ Andere von der „Welt“ angesprochene Mitarbeiterinnen scheinen ihren Chef ebenfalls zu mögen: „Es gibt keinen Mann hier in Brüssel, dem sexuelle Belästigung ferner liegt als Jean-Claude Juncker“. Er „wuschle ja schließlich auch in den Haaren von Männern“...