COLMAR BERG
LJ

Goodyear: Leck-Untersuchungen bezüglich des März-Vorfalls dauern an

Im April 2016 kam es bei dem Unternehmen Goodyear in Colmar-Berg zum Austritt von Hydraulikflüssigkeit in die Attert. Es bildete sich ein Ölfilm bis in die Sauer, selbst Barrieren konnten die Flüssigkeit nicht aufhalten. Auch dauerte es einige Zeit, bis das Leck bei der Goodyear abgedichtet wurde.

Das Gesundheitsministerium riet davon ab, Fisch aus der Attert, flussabwärts ab dem Goodyear-Werk, der Alzette, flussabwärts ab der Attert-Mündung, und der Sauer, ab der Alzette-Mündung, zu konsumieren. Es war eine Vorsichtsmaßnahme, wie es hieß. Auch wuchs der Druck auf den Reifenhersteller.

Staatssekretär Camille Gira hatte verfügt, dass Goodyear zusätzliche Informationen über den eingetretenen Schaden vorzulegen habe, hieß es aus dem Ministerium. Goodyear müsse alle Vorkehrungen treffen, um den Austritt der betreffenden Schadstoffe unverzüglich zu stoppen. Auch die Staatsanwaltschaft schaltete sich ein, auch hier heißt es: „Die Untersuchung läuft noch“, wie die Pressestelle der Justiz sagte.

Jetzt haben sich die beiden déi gréng-Abgeordneten Gérard Anzia und Henri Kox an Umweltministerin Carole Dieschbourg gerichtet, um den Stand in diesem Dossier und den Sachverhalt bezüglich eines neuen Lecks vom 3. März zu erfragen. Wie sieht es mit der Verschmutzung aus? Welche Maßnahmen wurden ergriffen? Welche Infos liegen bezüglich dieser Verschmutzung vor?

Dieschbourg führt aus, dass die verantwortlichen sehr schnell reagiert hätten und nur eine kleine Menge an Flüssigkeit ausgetreten sei. Ferner betont Dieschbourg, dass die Untersuchungen bezüglich des neuen Lecks immer noch laufen würden und ein finaler Bericht noch nicht vorliegen würde. Auch präzisiert die Ministerin, dass Arbeiten bezüglich einer „Sicherheitswanne“ aktuell noch am Gange wären.