LUXEMBURG
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Erpressungsversuch mit Sperrbildschirm im Safari-Browser auf iOS-Geräten

In den vergangenen Tagen wurden in den sozialen Netzwerken als auch bei den Ordnungsbehörden immer mehr Fälle zu Sperrbildschirmen im Safari-Browser auf iOS-Geräten bekannt. Die Nutzer von iPhone oder iPad surften im Netz auf diversen Seiten. Plötzlich sei ein Sperrbildschirm erschienen, der die weitere Internetnutzung im Safari-Browser verhinderte. Das iOS-Gerät sei in allen weiteren Funktionen nicht beeinträchtigt gewesen. Der Sperrbildschirm mit der unter anderem angeblichen Webadresse „pay-block.site“ oder „policeblock.com“ zeigte angeblich einen Hinweis vom deutschen Bundeskriminalamt. Der Nutzer soll illegale Internetinhalte wie zum Beispiel Kinderpornografie geladen haben. Gegen eine Zahlung von 200 Euro in iTunes-Gutscheinen als Strafe innerhalb von 24 Stunden werde das Gerät angeblich wieder entsperrt.

Polizei rät zur Anzeige

Diese Sperrseiten kommen in der Regel als Zusatzfenster/erzwungenes Fenster (früher als Popup-Fenster bekannt) und verhindern die weitere Nutzung des Browsers. Oft wurden zuvor Internetseiten mit pornografischen Inhalten oder illegalen Streamingdiensten aufgerufen. Hierbei handelt es sich um eine Abwandlung des sogenannten „BKA-Virus“, der auch auf Computern als Schadsoftware zu finden ist. Behörden und Experten raten: Zahlen Sie hier nicht den erpressten Geldbetrag! Diese Sperrbildschirme, die auf Windowsrechnern auch als sogenannte „Ransomware“ bekannt sind, stammen nicht von der Polizei! Auch die luxemburgische Polizei empfiehlt, diese Sache zur Anzeige zu bringen.

Die Tendenz ist aktuell steigend. Hierbei gibt es auch einen Fall, bei dem eine Android-Nutzerin das gleiche Problem erleben musste. Auch einige Verbraucherzentralen haben seit einigen Tagen eine solche Warnmeldung im Umlauf.

Der Vorteil dieser Sperrvarianten auf den mobilen Geräten im Browser ist, dass hier in der Regel ein Löschen des Browserinhaltes (Cache und Seitenverlauf) die Sperrung beheben kann (siehe hierzu den Infokasten mit der Löschanleitung). Bisher ist hier keine eigentliche Schadsoftware installiert worden. Diese ist aktuell jedoch für Android-Geräte im Umlauf und muss aktiv durch den Nutzer installiert werden.


Hilfe und Tipps gibt es auch unter www.bee-secure.lu