LUXEMBURG
JEFF KARIER

Streaming-Inhalte passen sich jedem Bildschirm an

Das Konsumieren von Filmen und Serien ist seit einigen Jahren nicht länger auf den Fernseher oder Computer beschränkt. Viele Streaming-Kunden schauen diese Inhalte auch über ihr Smartphone oder Tablet. Die entsprechenden Apps sind für gewöhnlich sehr einfach zu bedienen und auch die Geschwindigkeit des mobilen Internets sowie die Qualität der Bildschirme erlauben es, Content unterwegs in einer hohen Auflösung zu schauen. Filme und Serien in 4K (4.096 x 2.160 Bildpunkte) machen jedoch am meisten auf einem Fernseher Sinn. Denn auf einem Bildschirm von beispielsweise 55 Zoll, was 140 Zentimeter entspricht, ist der Unterschied zwischen Full HD (1.920 × 1.080 Bildpunkte) und 4K deutlich zu erkennen, und das hochaufgelöste Bild kommt hier am besten zur Geltung.

Moderne Fernseher unterstützen außerdem neue technische Standards wie HDR (High Dynamic Range) beziehungsweise Dolby Vision, bei denen große Helligkeitsunterschiede detailreich wiedergeben werden. Das bedeutet, dass etwa auch in dunklen Szenen viele Details erkennbar sind. Inhalte mit HDR oder Dolby Vision findet man fast nur auf Streaming-Plattformen. Ein gutes Beispiel ist hier die Serie „Altered Carbon“ von Netflix, die sehr stark von Dolby Vision profitiert und großartige Bilder bietet.

Die Wahl will gut überdacht sein

Wer sich also einen neuen Fernseher zulegen möchte, sollte also darauf achten, dass dieser 4K bietet und diese neuen Standards unterstützt. Die Frage, ob man auch zu einem OLED-Gerät greifen soll, ist eine, die jeder für sich beantworten muss. Denn die Displays mit organischen Leuchtdioden bieten zwar ein kontrastreiches und helles Bild, was im Zusammenspiel mit HDR zu tollen Ergebnissen führt. Allerdings kann es bei einem Dauerkonsum ähnlich wie bei den früheren Plasmafernsehern zu einem „Burn-In“ kommen. Schaut man etwa regelmäßig mehrere Stunden am Tag Fußball oder einen Nachrichtensender, wo Logo oder Anzeigen dauerhaft angezeigt werden, kann es sein, dass sich diese dauerhaft als Schatten einbrennen. Bei Streaming-Inhalten sind statische Anzeigen aber in der Regel nicht vorhanden, weshalb man bedenkenlos auf einem OLED-Gerät bringen kann.

Bemerkenswert ist auch, dass mittlerweile fast schon jeder smarte Fernseher auch Tasten auf der Fernbedienung hat, mit der man die App von Netflix oder Amazon Prime aufrufen kann. Das vereinfacht die Nutzung nochmal zusätzlich. Und wessen Fernseher noch nicht smart ist, kann zu Dongles wie Google Chromecast oder Amazon Fire TV Stick greifen, über die man streamen kann.

Um Fernsehmodelle zu vergleichen, bietet sich die Seite www.rtings.com an