LUXEMBURGSVEN WOHL

Weiterhin Unklarheiten bei der Absetzung von Patrick Weymerskirch

Details machen sich weiterhin rar, doch eines ist klar: Das Jugendparlament hat aktuell keinen Präsidenten mehr und befindet sich damit in einer Pause. Die Trägerorganisation des Projektes, die CGJL (Conférence Générale de la Jeunesse luxembourgeoise), wirft Patrick Weymerskirch vor, innerhalb der vergangenen zwei Jahre wiederholt eigenmächtig und im Alleingang gehandelt zu haben.

Wiederholte Verstöße

Eine Tatsache, auf die man ihn auch mehrfach angesprochen habe, erklärte CGJL-Präsident Maurice Losch bei einem Gespräch mit dem „Journal“. Dabei sei ihm wiederholt die gelbe Karte gezeigt worden, doch da sich Weymerskirch wenig einsichtig zeigte und weiterhin gegen das interne Reglement verstieß, kam es zum „Platzverweis“, wie Losch es formulierte. Details gab er dabei allerdings nicht.

Die Aussagen stehen jedoch im klaren Kontrast zu dem, was Patrick Weymerskirch selbst schilderte: So behauptet dieser, dass zwar mit ihm über diese Problematik im Büro des Jugendparlaments, aber nicht im Büro des CGJL geredet worden sei. „Ich erhielt nie eine mündliche Verwarnung, erst recht keine schriftliche“, erklärte Patrick Weymerskirch in einem Gespräch mit dem „Journal“. Die Entscheidung kam somit für ihn überraschend und er zeigt sich empört darüber, dass ihm laut eigener Aussage, keine Möglichkeit gegeben wurde, sich gegen die Vorwürfe, die gegen ihn formuliert wurden, zu äußern oder sich zu verteidigen. So weist er immer wieder darauf hin, dass es keine Rechtfertigung für die Entscheidung gebe.

Rückendeckung erhält Weymerskirch von einigen Mitgliedern des Jugendparlamentes, die zur Schlussfolgerung kamen, dass Weymerskirch nun nicht mehr für die bevorstehenden Wahl des Jugendparlamentes antreten könnte, da diese bereits im Juli stattfände. Zudem wird befürchtet, dass das Jugendparlament nun ein internes Organ der CGJL werde, das nicht mehr mit einer eigenen Stimme spräche.