LUXEMBURG
SVEN WOHL

Wie man in öffentlichen WLANs geschützt bleibt

Wer unterwegs ist, möchte nicht unbedingt den Zugriff aufs Netz missen. Auch wenn die mobilen Datennetze bereits mächtig schnell sind, ist ein ordentlicher WLAN-Zugang nur schwer zu toppen. Da kommen öffentliche WLANs gerade recht. Auch sie sind mittlerweile immer öfter in Luxemburg zu finden. Aber Vorsicht: Ein öffentliches Wifi-Netz ist nicht ungefährlich. BEE-SECURE verrät auf seiner Seite einige Tipps, wie man sich in diesen Netzen benehmen sollte, damit es nicht zu Problemen kommt.

Daten können ausgespäht werden

Zuerst eine kleine Begriffserklärung: bei öffentlichen WLANs findet man grundsätzlich zwei Varianten vor. Die verschlüsselten und jene, die nicht mit einem Passwort geschützt sind. Sie werden als offen, beziehungsweise unverschlüsselt, bezeichnet. Hier macht BEE SECURE darauf aufmerksam, dass andere, die sich mit diesem Netz in Verbindung setzen, den Datenverkehr der Nutzer einsehen können. Dies öffnet natürlich Tür und Tor für Kriminelle, die unter anderem auf Zugangsdaten aus sind. Perfide wird es spätestens dann, wenn Kriminelle selbst ein offenes Netzwerk erstellen, um solche Daten in Erfahrung zu bringen.

Auch deshalb rät BEE SECURE dazu, beim Rückgriff auf ein öffentliches WLAN auf Transaktionen zu verzichten. Das bedeutet konkret, dass man nicht online shoppen oder auf das Online-Banking zurückgreifen sollte. Auch auf Seiten, bei denen man sich einloggen muss, wie etwa die sozialen Netzwerke, sollte man sich zurückhalten. Selbst wenn bei solchen Seiten keine Zahlungsinformationen oder Bankdaten hinterlegt werden, stellen sie für Kriminelle die perfekte Möglichkeit dar, um Identitätsdiebstahl zu betreiben.

Zwei-Faktor-Identifikation kann nützlich sein

Wer den Reflex hat, immer und zu jeder Zeit die aktuellsten Updates aufzuspielen, sollte dies hier lassen. Kriminelle könnten den Update-Prozess nutzen, um geschickt Malware auf den Computer zu schleusen. Auch sollte man stets die automatische WLAN-Verbindung an den Geräten ausschalten. Wer auf ein solches Netzwerk zurückgreift, kann mit einigen einfachen Maßnahmen dafür sorgen, sicher zu surfen. So sollte man darauf achten, verschlüsselte Seiten anzusteuern. Diese sind leicht an ihrem Protokoll, das mit „https“ gekennzeichnet ist, zu erkennen. Im Betriebssystem sollte man dafür sorgen, dass das öffentliche Netzwerk auch vom System als solches behandelt wird und nicht wie ein handelsübliches privates Netzwerk, bei dem mehr Freigaben erfolgen können. Wer sich trotz allem auf einer Seite einloggen muss, sollte grundsätzlich auf eine Zwei-Faktor-Identifizierung setzen. Mit Hilfe eines Tokens, einer App auf dem Smartphone oder ganz einfach per SMS erhält man dann einen zusätzlichen Code, der neben dem Login und dem Passwort den Zugriff auf Seiten reguliert. Auf kann sich der Rückgriff auf ein VPN-Netzwerk (siehe Infokasten) lohnen.