LUXEMBURG
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18 Fragen an Premierminister Xavier Bettel

Für unsere diesjährige Sommerserie ließen wir einer Reihe von Politikern eine Reihe von Fragen per Mail zukommen, von denen die meisten auf dem berühmten Fragebogen von Marcel Proust beruhen. Einige haben noch am gleichen Tag geantwortet, bei anderen lässt die Antwort immer noch auf sich warten.

Befragt wurden neben den Regierungsmitgliedern in erster Linie die Fraktionsvorsitzenden beziehungsweise die Gruppenanführer der im Parlament vertretenen Parteien sowie die Parteipräsidenten respektive die Parteisprecher.

Zu Wort kommt heute Premier- und Staatsminister Xavier Bettel (DP), der ja auch noch Kommunikations-, Medien-, Kultus- und Kulturminister ist, und inzwischen schon wieder fleißig an seinem Schreibtisch sitzt.

Was war in Ihren Augen das wichtigste politische Dossier in der zurückliegenden Kammersession?

Xavier Bettel Die Regierung hat in den letzten Monaten viele sehr wichtige Reformen durchgeführt und dringend notwendige Änderungen vorgenommen, um das Land auf die Herausforderungen der nächsten Jahre vorzubereiten. Wir haben den Staatshaushalt saniert und gleichzeitig das Investitionsniveau sogar erhöhen können. Die Wirtschaft wurde und wird weiter entwickelt indem wir auch neue Tätigkeitsfelder ausbauen. Mir der Steuerreform wird mehr Gerechtigkeit geschaffen, es konnten größere Projekte auf den Weg gebracht werden, um mehr Wohnraum für Familien schaffen zu können. Man nehme nur das Beispiel der Flächen, die nun frei werden, weil es der Regierung gelungen ist eine Vereinbarung mit dem Stahlkonzern ArcelorMittal zu treffen. Dadurch können wir auf diesen Flächen etwa 1.500 Wohnungen bauen, die sonst weiter brach gelegen hätten.

Welches sind für Sie die Prioritäten für die Rentrée?

Bettel Die Prioritäten sind nach wie vor unter anderem die Verbesserung der Situation auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Die allgemeine Situation ist heute wesentlich besser als noch vor zwei Jahren. Wir können uns jedoch nicht zufrieden geben mit dem bisher Erreichten, sondern werden weiter daran arbeiten, dass Luxemburg sich qualitativ weiterentwickelt. Das bedeutet, dass wir das Umfeld so gestalten müssen, dass Betriebe sich bei uns wohlfühlen und Arbeitsplätze geschaffen beziehungsweise gesichert werden. Das bedeutet aber auch, dass wir uns dem Schutz unserer Lebensgrundlagen verschreiben und dafür Sorge tragen, dass die Lebensqualität hoch bleibt.

Wohin fahren Sie in den Urlaub, und warum?

Bettel Ich werde die Familie in den USA besuchen.

Was haben Sie sich in sportlicher Hinsicht für den Urlaub vorgenommen?

Bettel Ich möchte mir im Urlaub keine derartigen Zwänge auferlegen.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Bettel Einen schönen Abend mit Familie und Freunden zu verbringen.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Bettel Die, die man zugibt.

Was ist für Sie das größte Unglück?

Bettel Extremismus.

Ihre liebsten Romanhelden?

Bettel Robinson Crusoe.

Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?

Bettel Gaston Thorn.

Ihre Lieblingshelden in der Gegenwart?

Bettel Die freiwilligen Helfer, die den Menschen in Not helfen.

Ihr Lieblingsmaler?

Bettel Michel Majerus.

Ihr Lieblingsautor?

Bettel John Grisham.

Ihr Lieblingskomponist?

Bettel Sergei Rachmaninoff.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Bettel Unter Menschen sein.

Ihr Hauptcharakterzug?

Bettel Offenheit.

Ihr größter Fehler?

Bettel Meine Ungeduld

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Bettel Entschlossen.