LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

Dritte Auflage der „Nuit des idées“ am 31. Januar im Mudam

Den Herausforderungen von heute begegnen, lautet das Motto der dritten Auflage der „Nacht der Ideen“, die am 31. Januar zum zweiten Mal im Mudam organisiert wird, dies unter anderem auf Einladung des „Institut français du Luxembourg“ und des „Institut Pierre Werner“. Über 500 Leute hatten sich letztes Jahr beteiligt. Es gehe darum, Menschen aus allen Disziplinen, unterschiedlichen Kulturen und verschiedener Generationen zwecks Ideenaustausch zusammenzubringen, beschrieb Mudam-Direktorin Suzanne Cotter gestern bei einer Pressekonferenz das Konzept. „In der heutigen Zeit hat man zwar den Eindruck, Zugang zu allen Informationen dieser Welt zu haben, gleichzeitig beginnt man aber die eigene Freiheit, zu denken und seine Meinung zu äußern, in Frage zu stellen“, meinte sie. Die „Nacht der Ideen“ versteht sich deshalb als Einladung, in thematischen Gesprächsrunden das Wort zu ergreifen und gemeinsam über die Herausforderungen von heute nachzudenken.

Gleichzeitig in 145 Städten

Die „Nuit des idées“ findet am 31. Januar nicht nur in Luxemburg, sondern simultan in 145 Städten auf allen fünf Kontinenten statt. Initiiert wurde sie vor drei Jahren vom „Institut français de Paris“, um Redner verschiedener Horizonte - Philosophen, Forscher, Politiker, Künstler, Autoren, Journalisten - zu einer Ideendebatte zu versammeln. „Der Gegenwart gegenüber“ lautet das Thema der diesjährigen Auflage. Wie können wir individuell und kollektiv der Gegenwart gegenüberstehen? Was bedeutet es, angesichts der Krisen und des großen Handlungsbedarfs unserer Zeit sich zu engagieren? Welche Formen hat Engagement in Luxemburg und der Großregion? Wer sind die Personen, die sich engagieren, und warum entscheiden sie sich dafür? Dies sind die Fragen, die in partizipativen Gesprächen an 15 runden Tischen zur Diskussion gestellt werden.

Spezialisten verschiedenster Fachrichtungen

Das diesjährige Programm sei noch ambitiöser, sagte Anna Loporcaro, im Mudam verantwortlich für die kulturellen Veranstaltungen. Zwei Diskussionsrunden von jeweils 45 Minuten stehen ab 20.15 auf dem Programm. Zahlreiche Spezialisten verschiedenster Fachrichtungen aus Luxemburg und der Großregion werden die runden Tische animieren. Im Groben gehe es um die Themen Kultur, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, immer in Bezug auf die Gegenwart. Eröffnet wird der Abend um 19.00 mit einem Vortrag des Schriftstellers und Gründers der Produktions-Plattform „Mittel-Europa“, Camille de Toledo, zum Thema „Parler au-delà de nous“. Erstmals wird bei dieser dritten Auflage am Ende auch eine Abschlusskonferenz abgehalten (21.45). Gastredner ist der irakische Schriftsteller und Journalist Najem Wali, der zurzeit deutsche Literatur an der Salahaddin Universität in Irak lehrt. Parallel dazu wird ein kulturelles Programm mit Lesungen, einem Workshop und einer „Silent Disco“ geboten.

Alle Informationen unter www.mudam.lu