LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

Zweite Auflage der „Nuit des idées“ am 25. Januar im Mudam

Offen für jeden ist die zweite „Nuit des idées“ in Luxemburg, die nach der ersten Auflage in der „Résidence de France“ nun am 25. Januar auf Einladung des „Institut Pierre Werner“ und des „Institut français du Luxembourg“ im größeren Rahmen des Mudam organisiert wird. Vor drei Jahren wurde diese „Nacht der Ideen“ indes vom „Institut français de Paris“ ins Leben gerufen. 2018 wird sie gleichzeitig in etwa 100 Städten weltweit stattfinden. Diskutiert wird in unterschiedlichen Rundtischgesprächen über die Frage „L’imagination au pouvoir?“. Welchen Stellenwert man der Fantasie einräumen soll, um Stadt, Ökologie, Wirtschaft und Arbeit für die Zukunft neu zu denken, wird unter verschiedenen Blickwinkeln vom breiten Publikum im Austausch mit Experten debattiert.

Einladung, das Wort zu ergreifen

„Die Nacht der Ideen ist eine Einladung, das Wort zu ergreifen. Gleichzeitig bietet sie die Gelegenheit, die Ideendebatte zu erneuern, indem sie dem interessierten Publikum die Möglichkeit gibt, sich zu den großen Herausforderungen und den großen Fragen zu äußern, die unsere Gesellschaft betreffen“, erklärte Christelle Creff, Direktorin vom „Institut français de Luxembourg“, gestern während der Vorstellung. „Die Fantasie an die Macht“ darf indes als Anlehnung an den Slogan rund um die Ereignisse vom Mai 1968 verstanden werden. Die „Nacht der Ideen“ öffne sich allerdings einem äußerst breitgefächerten Themengebiet. Eine sehr allgemeine Diskussionen solle sich entwickeln, führte Creff weiter aus. Tatsächlich geht es also um die Meinung, beziehungsweise um die Ideen des breiten Publikums. Demnach finden keine trocknen Expertengespräche statt, vielmehr werden die runden Tische zwar von Spezialisten verschiedenster Fachrichtungen aus Luxemburg und der Großregion animiert, jedoch wird der Fokus auf die partizipativen Gespräche gerichtet, die in drei Runden von jeweils 45 Minuten ablaufen werden.

14 runde Tische mit Platz für jeweils neun Gesprächsteilnehmer, 64 Akteure als Diskussionsleiter - Intellektuelle, Forscher, Künstler, Journalisten, Wirtschaftswissenschaftler sowie Politiker -, neun verschiedene Themen sowie ein kulturelles Rahmenprogramm (bis Mitternacht) stehen an diesem Abend auf dem Menü. Einschreiben kann man sich am 25. Januar ab 18.00. Eröffnet wird der Abend um 19.00 im Mudam-Auditorium mit einem Vortrag des Philosophen Francis Wolff zum Thema „Imaginer un nous pour demain“.

Neun Themen - über 60 teinehmende Akteure

Kunst und Kultur Die Fantasie in Gefahr? Ökologie von der Fantasie zur Realität? Wirtschaft Fantasie zu verkaufen? Bildung Die Macht der Fantasie vermitteln? Körper und Gender Machtverhältnisse Medien Macht der Bilder, Macht der Worte? / Politik & Gesellschaft Das „Wir“ von morgen denken? Wissenschaften Die Fantasie am Anfang des Fortschritts? Urbanismus Die imaginäre Stadt?

Teilnehmer sind unter anderem: Serge Allegrezza, Jean-Paul Bertemes, Sylvia Camarda,
Luc Caregari, France Clarinval, Mady Delvaux, Franz Fayot, Jeanne Glesener, Marco Godinho, Charles Goerens, Mike Koedinger, Claude Lenners, Caroline Mart, Christian Mosar,
Viviane Reding, Donato Rotunno, Gaston Ternes, Sébastian Thiltges und Claude Turmes.

Alle weiteren Informationen unter www.mudam.lu sowie www.lanuitdesidees.com