LUXEMBURG
COLETTE MART

152. Kongress der Union Grand-Duc Adolphe, der Dachorganisation der Musikvereine

Mit der Frage, wie traurig unser Alltag und wie langweilig unsere Feste ohne Musik und Gesang wären, präsentierte der Generalsekretär der UGDA (Union Grand-Duc Adolphe) Jeannot Clement anlässlich des 152. Kongresses im hauptstädtischen Konservatorium den gut gefüllten Tätigkeitsbericht des Verbandes der Luxemburger Musikvereine, der mittlerweile 317 Vereine zählt.

Präsident Louis Karmeyer begrüßte zuvor die Vertreter von 215 Mitgliedervereine; es wurde erwähnt, dass die Konvention mit dem Kulturministerium erneuert wurde, die Zuschüsse von 400.000 Euro umfasst, und auch der Musikschule der UGDA 50.000 Euro an öffentlichen Geldern zufließen.

Kooperation und Austausch

Jeannot Clement bezeichnete den Abschluss von zwölf Kooperationsverträgen als wichtigen Punkt des Aktivitätsberichtes 2014.

Diese betreffen die Bereiche Jugendarbeit, Integration und Austausch. Die Unterzeichnung fand anlässlich des Mandolinen-und Gitarrenfestivals auf dem Schloss von Bourglinster statt. Bei dieser Gelegenheit hatten 400 Musiker aus sechs verschiedenen Ländern 18 Konzerte bestritten. Als „High-Light“ der Musikschule der UGDA gilt für 2014 die Aufführung des Musicals „Simmer Fluch“, einer Koproduktion mit dem „Service National de la Jeunesse.“ 100 Jugendliche befanden sich bei dieser Gelegenheit auf der Bühne und ernteten begeisterten Beifall. Weitere Jugend-Events waren die „Klangwellen“ in der Philharmonie und der Wettbewerb junger Solisten.

Wichtige Punkte des Aktivitätsberichtes waren auch eine internationale Konferenz um die Wettbewerbe junger Solisten.

5.300 Schüler

Im Rahmen des internationalen Austausches konnten 800 Schüler an Praktika teilnehmen. Die Musikschule der UGDA zählt insgesamt 5.300 Schüler, 200 Kursleiter und 2.500 Unterrichtsstunden im Jahr. Der Kongress der UGDA bot Gelegenheit, die neuen Statuten der Musikschule gutzuheißen, soll diese doch in Zukunft als Stiftung fungieren.

Musik verschönert den Alltag

Für Jeannot Clement ist Kultur kein Selbstzweck, und das Eurobarometer bewies, dass Kultur als wichtiger Bestandteil des Zusammengehörigkeitsgefühls für viele Europäer steht. Musik und Gesang verschönern den Alltag, so Jeannot Clement, und es sei die Aufgabe der UGDA, allen Musikinteressenten das kulturelle Erbe näher zu bringen, es zu verbreiten und zu verteidigen. Die Kultur brauche Akteure, Mäzene, Zuschauer, Idealisten, Verwalter und Entscheidungsträger.

Konzerte im Beforter Schloss

Die UGDA unterhält Verbindungen zu unseren Nachbarländern, die sich in den Kooperationsverträgen niederschlagen, und zu einem regen Informations- und Erfahrungsaustausch führen. Auch ist die UGDA in Verwaltungsräten zahlreicher Vereine und Institutionen vertreten.

Für das Jahr 2015 ist ein Konzert-Event am 14. Mai im Beforter Schloss geplant, ein „Tour des Mélodies“ in der Neumünsterabtei am 6. Juni, ein nationales Konzert der Musikvereine in Leudelingen, sowie ein nationaler Tag des Akkordeons in Esch.

Die UGDA organisiert auch zahlreiche Weiterbildungen, und plant für 2015 den 32. Wettbewerb junger Solisten.