LUXEMBURG
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Der Pannen-Tesla war auf dem Weg zur Wartung - und die Batterie leer

Die „Police Grand-Ducale“ hatte am 22. März auf der Autobahn A1 Richtung Trier für etwas Aufsehen gesorgt. Beim neuen Tesla-Dienstwagen war zwischen dem Tunnel Howald und der Ausfahrt Sandweiler plötzlich die Batterie leer. Die Beamten mussten in einer Nothaltebucht über eine Stunde ausharren, bis der Wagen abgeschleppt werden konnte. Die polizeiliche Panne blieb von den Verkehrsteilnehmern natürlich nicht unbemerkt.

In Gegenrichtung gab es laut Cita einen fünf Kilometer langen Stau aufgrund der Gaffer. Umstände, die auch dem Piraten-Abgeordneten Sven Clement nicht entgangen sind. Der wendet sich mit einer Anfrage an den zuständigen Minister für Innere Sicherheit, Francois Bausch, und hinterfragt in erster Linie einmal den Umstand, den die Panne mit sich brachte. So will Clement wissen, dass es wohl nicht die erste Panne bei den Tesla-Dienstwagen gewesen sei. Den genauen Grund der Panne will Clement natürlich dann auch erfahren - darüber hinaus den Fakt, ob sich der Tesla überhaupt als „diensttauglich“ für die Polizei erwiesen hat.

Bausch geht ins Detail. Seit April 2018 hätten die beiden Tesla-Dienstfahrzeuge rund 60.000 Kilometer absolviert. Während dieser Zeit hätten einige Stecker im Rahmen d er Garantie ersetzt werden müssen, „genauso, wie es auch bei anderen Dienstwagen der Polizei der Fall ist“, schreibt Bausch. Mit Blick auf die geleistete Kilometerzahl seien die Tesla in puncto Zuverlässigkeit genauso zu bewerten wie die anderen Dienstfahrzeuge der Polizei auch.

Der Vorfall am 22. März sei nicht auf einen technischen Defekt zurückzuführen. Das Fahrzeug sei auf dem Weg zur Polizeigarage gewesen, zwecks Wartung der Batterie. Es sei nicht auf Dienstfahrt gewesen, die Wartung sei alle 20.000 Kilometer fällig. Hierbei sei es notwendig, die Batterie quasi bis auf ein Minimum zu entladen, um sie dann wieder im Rahmen der Wartung bei niedriger Aufladungsphase über längere Zeit wieder aufzuladen. So habe drei Kilometer vor dem Ziel die Batterie bereits ihr absolutes Minimum erreicht, sie war leer. Was die Diensttauglichkeit der Tesla-Fahrzeuge anbelangt, so sei die Polizei noch in der Testphase mit entsprechender Analyse. Bausch verweist darauf, dass auch andere elektronische Fahrzeuge Teil dieses Pilotprojektes seien. Schlussfolgerungen seien bezüglich Diensttauglichkeit und auch elektronischer Mobilität erst zum Schluss des Pilotprojektes möglich.