CLAUDE KARGER

Da plädiert die „Chamber“-Vorsitzende bei der Parlaments-Rentrée für Respekt, Vertrauen und Verantwortung. Dass das dem Vorsitzenden der größten Oppositionspartei aber so ziemlich am Allerwertesten vorbei zu gehen scheint, zeigt die Art und Weise wie er am Mittwoch seinen neuen Kollegen Justin Turpel begrüßte. „Hie kënnt op mech zou a seet: ,Moien, du Aasch. Bass du och lo hei!‘ A stellt direkt kloer, datt dat kee Witz a seriö gemengt ass...“, berichtete der „Déi Lénk“-Abgeordnete am Mittwoch auf „Facebook“. Dass man bei so viel Nächstenliebe als frisch gebackener Abgeordneter glatt auf den Hintern purzelt, kann man nachvollziehen. Na, na, na. Dass der Mann aber auch kein Quäntchen Humor versteht und auch noch alles verdreht. „Ech kenne den Här Turpel seit baal 20 Joer a respekteieren hien als daat waat en ass. Ech hun an engem privaten Gespreich hien a mech selwer opt Schepp geholl. Net mei an net manner. Sorry“, schrieb der Häuptling von Käerjeng gestern. „Salut gesot vun Aarsch zu Aarsch“, habe Mischi gewitzelt, so wort.lu. Im analogen Bistumsblatt rätselte gestern derweil wieder einer rum, weshalb keine Partei mit der CSV koalieren wollte. Vielleicht hatten sie einfach keine Lust mehr, sich schlechtes Gepolter gefallen zu lassen und immer nur die Arschkarte zu ziehen?