PASCAL STEINWACHS

Ganzobenpolitik ist ein verdammt hartes Dings, besonders an Sonntagen, und noch besonderer im Wahlkampf. Kann Ottonormalpolitiker nämlich wenigstens an Ruhetagen einfach mal die Seele schlottern lassen, so ist ein Spitzenpolitiker auch am Wochenende gefordert. So wohnte LSAP-Willpremierwerdenkandidat Etienne Schneider am vorgestrigen Sonntag doch todesmutig der Einweihung des Lehrgartens „op der Hesselsbunn“ in Tetingen bei, wo er laut „T“ voll des Lobes über die Anlage war. Wer jetzt aber glaubt, Schneider sei nur aus wahlspekulativen Gründen nach Tetingen gedüst, der täuscht sich, war er doch ganz einfach deshalb da, „weil er jahrelang in der Laangertegaass, also in unmittelbarer Nähe des heutigen Lehrgartens, wohnte und als Kind und Jugendlicher mit seinesgleichen die Gegend unsicher machte“. Ein richtiger Teufelskerl dieser Etienne. Sein Herausforderer mit dem großen C kommt zwar auch aus dem Süden, treibt sich seit kurzem aber lieber in der virtuellen als in der dortigen Welt herum. Gestern besuchte er eine Molkerei und war derart hin und weg, dass er dies gleich der ganzen Facebook-Welt mitteilen musste: „Ech sinn impressionéiert vun dëser Molkerei“. Ein wahrer Nerd dieser Premierchef...