LUXEMBURG
ANNETTE WELSCH

Die Abänderungen am neuen Krankenhausgesetz gehen jetzt an den Staatsrat

Eine erste Etappe ist genommen: Nach 22 Sitzungen haben die Abgeordneten des Gesundheitsausschusses gestern 40 Änderungen - die CSV enthielt sich - am Krankenhausgesetz mit Spitalsplan vorgenommen. Nun geht die Vorlage zur Zusatzbegutachtung an den Staatsrat.

Der Ausschusspräsidentin Cécile Hemmen (LSAP) nach modernisiert der Text die Krankenhauslandschaft, revolutioniert sie aber nicht. Er beruhe auf der „Carte sanitaire 2014/15“ und Schätzungen zur demografischen Entwicklung bis 2025 und definiere und verankere laut Hemmen Bestehendes.

Konkrete Änderungen für den Patienten und die Mitarbeiter

Was ändert sich nun für den Patienten? Eine der lang diskutierten Fragen war die Verteilung und die Gründung von Kompetenznetzwerken sowie die Verteilung und Maximalzahl der verschiedenen medizinischen Abteilungen. So können maximal drei Krankenhäuser eine „pédiatrie de proximité“ anbieten, sofern sie die Bedingungen dafür erfüllen. „Die neue Verteilung bringt den Patienten den Vorteil, dass sie einen effizienten Zugang zur Spitzenmedizin bietet“, sagt Hemmen.

Mit der Reform wird auch zunehmend der Akzent auf die ambulante Chirurgie gesetzt, wobei der Patient am Tag des Eingriffs auch wieder nach Hause geht. Das modernisiere die Krankenhauslandschaft und lässt den Patienten am medizinischen Fortschritt teilhaben, indem er mit nicht mehr so langen Krankenhausaufenthalten rechnen muss wie vorher. Dem behandelnden Arzt kommt die Aufgabe zu, dafür Sorge zu tragen, dass die Länge des Aufenthalts im Spital im Interesse des Patienten festgelegt wird. Ein weiteres Element, das sich mit dem Gesetz ändert, ist die Dokumentations- und die Kodifizierungspflicht von medizinischen Handlungen. Das verbessere nicht nur die Nachbehandlung des Patienten, sondern lasse auch eine modernere Planbarkeit zu.

Auch die im Krankenhaus Tätigen profitieren, denn sie bekommen mehr Mitspracherecht: Sowohl Ärzte als auch Pflege- und Verwaltungspersonal sind im Verwaltungsrat vertreten mit je einem Stimmberechtigten und einem Berater. Das wurde dem Gesetz noch nachträglich hinzugefügt.