LUXEMBURG
PIERRE WELTER, FREIER JOURNALIST

Täter soll für 15 Jahre ins Gefängnis

Am Dienstag verurteilte die Kriminalkammer (auch neunte Strafkammer) des Bezirksgerichts Luxemburg einen 25-jährigen Tunesier wegen versuchten Totschlags, Freiheitsberaubung, Geiselnahme und schwerer Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren Haft, davon fünf auf Bewährung.

Vermutlich im Rahmen eines Streits, bei dem es wohl um Drogen ging, sollen der 25-jährige Tunesier Ben T. und seine 17-jährige Freundin Sandra Z. ihr 46-jähriges Opfer in der Wohnung in Strassen geschlagen und brutal gefoltert haben. Das Mädchen konnte aus jugendstrafrechtlichen Gründen nicht belangt werden. Sie muss sich später vor Gericht verantworten. Warum es zu einer absoluten Brutalität ihm gegenüber kam, konnte der Geschädigte nur mit einem Diebstahl seiner Kreditkarte erklären. Der Beschuldigte T. gab hingegen an, dass er stinksauer gewesen sei, weil sich das Opfer auf seine Freundin gelegt hatte und sie vergewaltigen wollte. Er schilderte seine Taten ohne erkennbare Reue oder Mitleid. Der Tunesier glaubt, dass das Geschehen nur „aus dem Ruder gelaufen“ sei. Das junge Mädchen hatte allerdings bei der Jugendpolizei zu Protokoll gegeben, dass es bei einem Drogendeal zum Streit gekommen sei. Der Geschädigte aber versicherte, nichts mit einem Drogendeal zu tun zu haben.

Pierre welter, frEIER Journalist

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig